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Wo bleibt das P-Weg-Fieber? Noch freie Plätze gemeldet

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Von: Johannes Opfermann

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Vor der Pandemie waren die P-Weg-Starterplätze im Nu vergeben. Nicht so in diesem Jahr. Drei Monate nach Anmeldestart und keine 50 Tage vor dem Marathonwochenende gibt es immer noch freie Plätze.
Vor der Pandemie waren die P-Weg-Starterplätze im Nu vergeben. Nicht so in diesem Jahr. Drei Monate nach Anmeldestart und keine 50 Tage vor dem Marathonwochenende gibt es immer noch freie Plätze. © Jona Wiechowski

Keine 50 Tage sind es mehr bis zum P-Weg-Wochenende. Viele Sportler fiebern dem Marathon-Wochenende entgegen, das wegen Corona zwei Jahre hintereinander ausfallen musste. Ungewöhnlich ist allerdings, dass die Teilnehmerlisten immer noch nicht voll sind.

Plettenberg - Vor der Pandemie war es üblich, dass die Startplätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren, oft schon binnen Stunden. Ganz so heftig war der Ansturm nicht, als in diesem Jahr der Startschuss zur Anmeldung am Osterwochenende fiel. Trotzdem zeigten sich die Organisatoren zufrieden, dass sich mehr als 600 Teilnehmer für die Fahrradstrecken und mehr als 400 für die Lauf-, Walk- und Wanderdisziplinen angemeldet hatten. Doch drei Monate später ist das Starterfeld immer noch nicht komplett, bei den Bikern (derzeit 941) und bei den Lauf-, Walk- und Wanderdisziplinen (804) gibt es noch etliche freie Plätze.

„Das hat vielerlei Gründe“, erklärt Michael Schröder vom P-Weg-Team auf die Frage nach der etwas schleppenden Anmeldung. Das sei aber auch bei vielen anderen Veranstaltungen zu beobachten. „Wir gehen davon aus, dass es kurz vorher nochmal einige Anmeldungen geben wird.“

Corona spiele bei dem zögerlichen Anmeldeverhalten eine wichtige Rolle. Viele Sportler wollten die Entwicklung abwarten und ihr Startgeld nicht verlieren, falls die Veranstaltung doch ausfällt oder sie selbst wegen einer Erkrankung absagen müssen, erklärt Schröder: „Manche waren selbst von Corona betroffen oder hatten erkrankte Familienmitglieder, sodass sie erst viel später mit dem Training anfangen konnten.“

Während der Coronazeit hätten sich einige Hobbysportler andere Hobbys gesucht, hätten sich ganz vom Sport zurückgezogen oder treten etwas weniger kräftig in die Pedale als vorher. „Einige sind umgestiegen vom Mountainbike aufs E-Bike“, sagt Schröder.

Hat der P-Weg ein Nachwuchsproblem?

Ein Blick auf die Starter-Listen, die von den Geburtsjahrgängen der 1960er-, 70er- und 80er-Jahre dominiert sind, deutet auch auf ein Nachwuchsproblem hin. Um oder nach der Jahrtausendwende geborene Teilnehmer stellen eine kleine Minderheit dar.

„Es ist ein gewisser Bruch da. Es sind eher die Älteren, die Jüngeren sind etwas weggebrochen“, so Schröder. Doch das betreffe nicht nur den P-Weg, sondern den Sport allgemein, der in der Pandemie zum Erliegen kam, weil in Fitnessstudios, Vereinen und Sportgruppen nicht oder kaum trainiert werden konnte.

„Für den Start nach Corona sind wir mit den Zahlen eigentlich zufrieden“, sagt Schröder zu dem noch nicht vollen Starterfeld. Er ist zuversichtlich, dass die Anmeldung im kommenden Jahr weniger schleppend verläuft, wenn Corona – hoffentlich – weniger eine Rolle spielt.

P-Weg: Weitere Helfer willkommen

Bei den Freiwilligen, die rund um den P-Weg im Einsatz sind, zum Beispiel an Verpflegungsständen für die Sportler, sei man gut aufgestellt, berichtet Schröder. Auch hier habe Corona aber dazu geführt, dass einige Freundeskreise und Gruppen, die früher aktiv waren, nicht mehr bestehen. So sind wohl ein paar Verschiebungen notwendig. „Wir kriegen alles besetzt, aber es gibt immer Luft nach oben.“ Weitere Helfer sind dem P-Weg-Team also durchaus noch willkommen, da sich dann Stationen mit mehr Leuten besetzen lassen und die Arbeit für alle entspannter gestalten lässt.

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