Nachgefragt beim Apotheker

Asthma-Sprays bei Corona-Erkrankungen: Nachfrage im MK gestiegen?

Helfen Asthma-Sprays bei einer Corona-Erkrankung und gibt es eine erhöhte Nachfrage?
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Helfen Asthma-Sprays bei einer Corona-Erkrankung und gbt es eine erhöhte Nachfrage?

Asthma-Sprays mit dem Wirkstoff Budesonid sollen sich durch ihre entzündungshemmende Wirkung auch schwere Corona-Verläufe verhindern. Wir haben uns bei den Apotheken vor Ort erkundigt, ob die Diskussion um das verschreibungspflichtige Medikament auch zu einer erhöhten Nachfrage in den Apotheken geführt hat.

Plettenberg - „Ganz vereinzelt fragen Leute danach“, sagt Wernhard Dilthey, Inhaber der Victoria-Apotheke. Aber in diesen Fällen seien die Leute nur unzureichend über die Asthma-Sprays mit dem Wirkstoff Budesonid informiert. Diese sind nämlich rezeptpflichtig, entsprechend verweise man dann die wenigen, die nach den Sprays fragen, an den Hausarzt.

Dass die Sprays dazu beitragen können, einen schweren Covid-Verlauf zu verhindern – da sei offenbar etwas dran, so Dilthey. Die Sprays seien Teil der Asthma-Basistherapie, so Dilthey. Wenn jemand an Covid-19 erkrankt sei oder sonst Lungenprobleme habe, könnte das Spray in bestimmten Situationen auch bei anderen unterstützend wirken und bei Leuten, die an Covid-19 erkrankt sind oder sonst Probleme mit der Lunge hätten, in der Therapie mitverwendet werden. „Aber der Hausarzt müsste es verschreiben.“ Das Spray profilaktisch zu nehmen, sei dagegen Unsinn.

Das bestätigt auch Kathrin Klewer-Scherer von der Apotheke Am Nocken. Sie hat zwar – wie auch ihre Kollegen in den anderen Plettenberger Apotheken – keine erhöhte Nachfrage nach Asthma-Sprays feststellen können. „Es ergibt keinen Sinn, das einfach so aufs Geratewohl zu nehmen“, sagt die Apothekerin. „Es gehört auch nicht in die Hausapotheke, sondern sollte nur nach Rücksprache mit dem Hausarzt genommen werden.“

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