Erhöhung beschlossen

Was die WM 2006 mit den Standgebühren zu tun hat

Unter anderem für Großveranstaltungen wie die Plettenberger Woche – hier ein Archivbild aus dem Mai 2018 – gilt die neue Gebührensatzung der Stadt.
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Unter anderem für Großveranstaltungen wie die Plettenberger Woche – hier ein Archivbild aus dem Mai 2018 – gilt die neue Gebührensatzung der Stadt.

Die Welt war zu Gast bei Freunden, als Deutschland im Jahr 2006 die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ausrichtete. 

Plettenberg - In eben diesem Jahr veröffentlichte die Stadt Plettenberg eine Sondernutzungssatzung, die unterem die Gebühren für Verkaufsstände regeln sollte. Bis heute ist dies die Rechtsgrundlage für das ordnungsbehördliche Handeln. Doch nun wurde im Haupt- und Finanzausschuss über eine Anpassung der Satzung diskutiert, denn im Zeitraum von 2006 bis 2021 betrug die Inflationsrate in Deutschland insgesamt rund 25 Prozent. Diese allgemeine Preissteigerung soll sich nun in den Gebührensätzen niederschlagen.

Eine geringfügige Anpassung der Gebührentatbestände soll damit einhergehen. Imbiss- und Getränkestände werden beispielsweise allgemeinen Verkaufsständen gleichgestellt werden. Durch die etwas höhere Gebühr soll auch die Steuerungswirkung erhöht werden: (Zwischen-)Lagerungen auf öffentlichen Flächen werden für die Antragsteller teuer, wodurch sich die Lagerdauer verkürzen dürfte.

Als zusätzlicher Gebührentatbestand werden „Mobile Werbeveranstaltungen“ wie die Flyerverteilung in den Gebührenkatalog aufgenommen. Durch die Gebührenanpassung rechnet man mit Mehreinnahmen von rund 2000 Euro im Jahr. Im Ausschuss stieß die geplante Satzungsänderung grundsätzlich auf Zustimmung, doch Heidrun Schmidt-Adler von den Grünen wünschte sich aufgrund der Belastung in der Corona-Pandemie einen Quadratmeterpreis von 1,60 Euro statt zwei Euro.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Hansmann sprach sich in Zukunft für eine kontinuierliche Inflationsanpassung aus und zudem dafür, die Erhöhung ab September umzusetzen. Noch weiter ging Wolfgang Rothstein (SPD): Er wünschte sich eine Aussetzung bis zum Jahresende: „Das wäre ein gutes Zeichen für die Gastronomie.“ Letztlich beschlossen die Ausschussmitglieder einstimmig, die überarbeitete Satzung in Kraft zu setzen, diese aber erst ab dem Jahr 2022 gebührentechnisch umzusetzen.

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