Besuch in Pletenberg

Was der Landrat anders und besser machen will

Mussten sich beim Antrittsbesuch des Landrates im Plettenberger Rathaus nicht mehr beschnuppern: Marco Voge
(links) und Bürgermeister Ulrich Schulte.
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Mussten sich beim Antrittsbesuch des Landrates im Plettenberger Rathaus nicht mehr beschnuppern: Marco Voge (links) und Bürgermeister Ulrich Schulte.

Plettenberg – Die Plexiglasscheibe stand zwischen dem Plettenberger Bürgermeister und dem Landrat, doch die Trennung war nur optischer Natur.

„Das Beschnuppern ist bei uns ausgefallen“, sagte Marco Voge am Montag bei seinem Antrittsbesuch im Bürgermeisterbüro von Ulrich Schulte. Er habe das Plettenberger Stadtoberhaupt schon aus seiner Zeit als CDU-Landtagsabgeordneter gut gekannt, sagte Voge, dem ein gutes Verhältnis zu den Bürgermeistern im Kreis wichtig ist. „Der Märkische Kreis kann nur gemeinsam mit den Städten stark sein“, befand der Landrat aus Mellen, der in vielerlei Hinsicht den Schulterschluss sucht: „Gegeneinander arbeiten ist Quatsch“, bekräftigte Voge. Und auch wenn er es nicht direkt aussprach, war herauszuhören, dass er einige Dinge anders handhaben will als sein Amtsvorgänger Thomas Gemke. Eine gemeinsame Linie mit den Städten können sich Schulte und Voge beispielsweise bei den Themen Mobilfunk und Radwege vorstellen. Der vom Kreis aufgestellte „Masterplan Radwege“ soll laut Voge für den nötigen Anschub sorgen.

Lenneroute und Lennecafe waren Thema

Und auch der seit vielen Jahren herrschende Stillstand bei der Lenneroute im Bereich Teindeln soll bald der Vergangenheit angehören. Sprechen will der Landrat auch mit den Verantwortlichen beim Thema Lennecafé, das auf dem Grundstück des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs an der Lennepromenade errichtet werden soll. Ziel sei es, hier einen Konsens zu erzielen. Den strebt Voge auch bei der Bürgermeisterkonferenz an, die am 12. März unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung im Plettenberger Ratssaal stattfindet und bei der auch der Regionalplan der Bezirksregierung und das Thema Hochwasserschutzzone auf der Tagesordnung stehen. Auch hier streben Schulte und Voge eine gemeinsame Stellungnahme der Städte und des Kreises an.

„Dann hat das Ganze auch deutlich mehr Gewicht“, findet Ulrich Schulte, der sich auch erfreut zeigte, dass die Kreisumlage nicht steige, sondern von Voges Team so gestaltet wurde, dass die Kommunen mehr Spielraum haben. „Das ist gerade nach der Coronakrise wichtig, denn die 650 000 Euro, die wir nun nicht zahlen, müssen damitauch nicht aus dem Eigenkapital rausgezogen werden“, so Schulte. Laut Voge habe man die Kreisumlage durch eine Umschichtung in diesem Jahr um 25 Millionen Euro reduzieren können, wovon alle Städte und Gemeinden im Kreis profitierten. Und das habe Wirkung gezeigt, denn bei der Benehmensherstellung, bei der die Kommunen dem Kreis eine Rückmeldung geben, sei dieser Schritt durchweg positiv bewertet worden.

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