Wer wird Kanzler

Warum Söder der bessere Kanzler wäre

Armin Laschet - hier bei einem Termin in Plettenberg - ist nicht der unangefochtene Kanzlerkandidat bei der heimischen CDU.
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Armin Laschet - hier bei einem Termin in Plettenberg - ist nicht der unangefochtene Kanzlerkandidat bei der heimischen CDU.

Armin Laschet - hier bei einem Termin in Plettenberg - ist nicht der unangefochtene Kanzlerkandidat bei der heimischen CDU. 

Plettenberg - Darüber sind auch die CDU-Kommunalpolitiker in Plettenberg geteilter Meinung, was das allgemeine Stimmungsbild widerspiegelt.

Klaus Ising, mit 80 Jahren dienstältestes Ratsmitglied, tut sich schwer mit einer Antwort: „Ich halte beide Kandidaten für geeignet – auch auf aufgrund ihrer Verantwortung in NRW und Bayern. Die Entscheidung ist nicht so einfach, weil ich mit beiden gut leben könnte.“

Die Entscheidung sollte laut Ising von den Mitgliedern der Bundestagsfraktion in geheimer Abstimmung getroffen werden. „Dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass dann Markus Söder die Mehrheit hätte.“ Er persönlich hätte nichts dagegen, wenn die Entscheidung für Söder ausfalle. „Jeder hat seine Art, Politik zu machen. Aber wenn die Wahl auf Söder fiele, fände ich das nicht falsch.“

Torben Hamme, mit 33 Jahren jüngster CDU-Ratsmitglied, Geschäftsführer in Fraktion und Partei und Mitglied der Jungen Union, fällt die Antwort leichter: „Ich würde tatsächlich auch entgegen der Meinung unseres Fraktionsvorsitzenden Patrick Hansmann Markus Söder nehmen. Einfach, weil er ein konsequenteres Auftreten hat und seine Meinung kontinuierlich vertritt und nicht mal so und mal so handelt.“ Auf die Frage, wer seiner Meinung nach tatsächlich als Kanzlerkandidat antrete, sagte Hamme. „Ich glaube, dass Laschet es wird“. Angesprochen auf seine Chancen sagte Hamme: „Armin Laschet hat es ja in NRW gezeigt, dort waren die Umfragen anfangs auch deutlich schlechter und er konnte das Blatt wenden. Er hat jetzt noch ein halbes Jahr Zeit. Vielleicht schafft er es auch diesmal noch“, so Hamme abschließend.

Birgit Langhammer (CDU) hat ihre Sympathien klar verteilt: „Laschet wäre meine Wahl, weil ich glaube, dass die anderen Bundesländer einen CSU-Kandidaten nicht wählen würden. Er ist auch akzeptabel. Auch wenn er in der Presse oft kritisiert wird, macht er hier eine gute Arbeit und zieht sein Ding durch. Genau wie Söder. Das Hemd ist mir da näher als die Hose. Wir haben auch in der Familie lange darüber diskutiert. Ich weiß nicht, wie die in Bayern Politik machen, aber es ist hier viel schwerer. Und wenn man es in NRW gut hinkriegt, ist das etwas anderes als in Bayern.“

Markus Hildebrandt, sachkundiger Bürger für die CDU im Jugendhilfeausschuss, hat sich noch nicht festgelegt, „zumal ich seinerzeit für Friedrich Merz gestimmt habe. Aber das gehört zu einer demokratischen Abstimmung.“ Rein regional gesehen spreche natürlich viel für Laschet. „Ein Kandidat aus Bayern hat da vielleicht zu sehr die bayerische Brille auf“, findet Hildebrandt. „Laschet versucht, viele mit ins Boot zu holen, was ich gut finde. Söder ist da eher der Hardliner mit einem ganz anderen Kurs“, so der Plettenberger. „Auf jeden Fall muss schnell eine Entscheidung her. Die rhetorischen Spitzen gehen gar nicht. Das Wort Union steht für Zusammenhalt und das sieht man gerade nicht.“

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