Zukunft der Vier-Täler-Schule

Warum nur der Abrissbagger in Frage kommt

Die Dimensionen des Holthauser Schulstandortes werden auf diesem Luftbild deutlich. Bei
den Varianten 4 und 5 würde der gesamte Baukörper der Vier-Täler-Schule (links im
Bild) mit Ausnahme der Turnhalle (Mitte) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Die Grundschule Holthausen (rechts) würde in dem Fall entweder zur Kita oder durch
einen OGS-Anbau räumlich erweitert.
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Die Dimensionen des Holthauser Schulstandortes werden auf diesem Luftbild deutlich. Bei den Varianten 4 und 5, die nun in Beracht kommen, würde der gesamte Baukörper der Vier-Täler-Schule (links im Bild) mit Ausnahme der Turnhalle (Mitte) abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Es war eine in vielerlei Hinsicht ungewöhnliche Sitzung des Plettenberger Stadtrates, die gestern in der nur ansatzweise geheizten Plettenberger Schützenhalle stattfand und nach einer Rekordzeit von 80 Minuten endete

Bürgermeister Ulrich Schulte konnte die Sitzung nicht leiten, weil es im Familienkreis einen Corona-Fall gibt und das Stadtoberhaupt sich deshalb in Quarantäne befindet und sich selbst infiziert hat. Deshalb übernahm der erste stellvertretende Bürgermeister Adrian Viteritti (CDU) die Leitung der Sitzung. „Weil heute die Verabschiedung des Haushaltes auf der Tagesordnung steht, sollte die Sitzung nicht verschoben werden“, sagte Viteritti.

Personelle Reduzierung des Rates

Anschließend bat der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Rothstein (SPD) die Ratsmitglieder darum, sich aufgrund der Pandemie und der hohen Inzidenzzahlen in Plettenberg bei den Wortbeiträgen kurz zu fassen und diese auf maximal zwei pro Partei zu beschränken. Passend dazu entschieden die Ratsmitglieder bei einer Enthaltung, die nächste Ratssitzung am 27. April in der personell reduzierten Besetzung des Haupt- und Finanzausschusses abzuhalten. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Carsten Hellwig sagte dazu folgendes: „Ich fühle mich hier nicht wohl mit so vielen Leuten im Raum.“

Passend zur zukünftig angepassten Größe des Stadtrates in Pandemiezeiten wurde auch auf die Verlesung der fünf Haushaltsreden verzichtet. Verzichten wollen die fünf Ratsfraktionen auch auf eine Sanierung der Vier-TälerSchule in Holthausen. Stattdessen sprachen sich alle Fraktionen mehr oder weniger deutlich für den Abriss der ehemaligen Förderschule in Holthausen aus, die nach dem Fund von asbesthaltigen Baustoffen von der Bezirksregierung gesperrt wurde. Zwar wollte sich noch keine der Parteien genau festlegen, wie der Neubau in Holthausen aussehen soll, doch dass der Abrissbagger anrücken soll, darüber herrschte Einvernehmen.

Wie genau die Nachnutzung aussehen soll, darüber will man im April beraten. Klaus Salscheider betonte, dass genau zu prüfen sei, ob ein Abriss bei der recht modernen Holthauser Grundschule Sinn ergebe. Die Grünen wünschten sich eine Berücksichtigung von Fördermitteln und einen Bau nach Passivhaus-Standard. 

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