1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

Warum Neonlicht in dieser Stadt im MK tabu ist

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johannes Opfermann

Kommentare

Diese 28 Quadratmeter große Werbeleinwand an der B236 strahlte nur wenigeTage und auch im Stadtgebiet wäre sie gemäß der neuen Satzung nicht zulässig.
Diese 28 Quadratmeter große Werbeleinwand an der B236 strahlte nur wenige Tage lang und auch im Stadtgebiet wäre sie gemäß der neuen Satzung nicht zulässig. © Strassen.NRW

Um das Erscheinungsbild der Stadt zu schützen, hat der Rat am Dienstag einstimmig eine Satzung über Werbeanlagen beschlossen, die für unterschiedliche Werbeformen klare Gestaltungsvorschriften festlegt oder sie komplett ausschließt.

Plettenberg - Schon der Planungs- und Umweltausschuss stimmte einstimmig für die Satzung. Gestaltungsvorschriften für den zentralen Innenstadtbereich wurden bereits vor einigen Jahren festgelegt, nun werden diese Regelungen erweitert, „damit wir nicht mit Werbung an allen Ecken und Kanten überzogen werden“, wie es Ausschussvorsitzender Klaus Ising (CDU) formulierte.

Allgemein gilt, dass Werbung ausschließlich an Gebäudefassaden angebracht werden soll, und zwar nur im Erdgeschossbereich und nur an der Stätte der Leistung. Sie soll sich in die Gebäudefassade bezüglich Art, Form, Größe, Gliederung, Material, Farbe und Anbringungsort einfügen.

Erhalt des Stadtbildes

Gesamtziel ist der Erhalt des Stadtbildes, doch da dessen Qualität nicht überall dieselbe ist, wurden vier Schutzzonen definiert, für die sich die Regelungen jeweils unterscheiden. Zone A ist der zentrale Innenstadtbereich, für den bereits die Gestaltungssatzung gilt; Zone B ist der davon noch nicht erfasste zentrale Geschäftsbereich der Innenstadt; Zone C umfasst die daran angrenzenden Bereiche, die vor allem von Wohnnutzung geprägt sind; und Zone D sind die Haupteinfallstraßen innerhalb der Ortsdurchfahrten.

Keine blinkenden Lichter

Für Zone A und B ist etwa festgelegt, dass Werbeanlagen in einem Fassadenabschnitt eine Maximalgröße von vier Quadratmetern nicht überschreiten dürfen. In Zone C soll sich Werbung vor allem auf wohnverträgliche Dienstleistungen beschränken. In Zonen A bis C sind zum Beispiel keine Werbeanlagen mit bewegten oder wechselnden Bildern, Laufschriften, Blink- oder Wechsellichtanlagen oder Strahlern zulässig. Auch freistehende oder bewegliche Werbeanlagen wie Aufsteller oder Fahnen sind nicht erlaubt. Sogar im gesamten Stadtgebiet schließt die Satzung Werbeanlagen mit grellen Neon-, fluoreszierenden oder reflektierenden Farben aus.

Einzig in Zone D ist es zulässig Fremdwerbung, also Werbeanlagen außerhalb der Stätte der Leistung aufzustellen, beispielsweise LED-Infoscreens mit wechselnder Werbung. Diese dürfen maximal 6,5 Meter hoch sein und eine Ansichtsfläche von nicht mehr als 15 Quadratmetern aufweisen. Außerdem müssten auf solchen Anlagen auch für mindestens drei Stunden pro Tag Informationen nach Wahl der Stadt gezeigt werden, zum Beispiel Hinweise auf Veranstaltungen. Die Anbringung von Werbeanlagen auf Dächern, an Schornsteinen und Einfriedungen ist auch in Zone D unzulässig.

Auch interessant

Kommentare