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Warum in dieser Stadt im MK auch in den nächsten Tagen alles still steht

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Von: Georg Dickopf

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Der Verkehr staute sich am Donnerstag durch die vorzeitige Tunnelsperrung in nahezu alle Richtungen.
Der Verkehr staute sich am Donnerstag durch die vorzeitige Tunnelsperrung in nahezu alle Richtungen. © Dickopf

Ein unglückliches Bild gaben die Verantwortlichen von Straßen.NRW am Donnerstag ab, denn das ohne Not verursachte Verkehrschaos rund um den Tunnel in Plettenberg kam völlig überraschend und ohne jegliche Ankündigung zwei Tage früher als zuvor verkündet. 

Plettenberg - Bereits um 7 Uhr am Donnerstag blinkten die Lichter vor dem Hestenbergtunnel und sorgten für Staus im morgendlichen Berufsverkehr. Am Nachmittag das gleiche Bild – schlimmer noch: Autofahrer auf der Herscheider Straße stiegen teilweise aus, weil sich eine Viertelstunde lang kein Rad drehte.

Die ganze Stadt erinnerte an Lüdenscheid, wo solche Staus zum täglichen Bild zählen. Warum niemand die Bevölkerung vorzeitig über die um zwei Tage verlängerte Sperrung informierte, erschloss sich auch dem städtischen Ordnungsamt nicht. Die Pressestelle von Straßen.NRW schickte um 13.41 Uhr eine Meldung: „Auf Grund eines Kommunikationsfehlers war ein falsches Datum für die Tunnelsperrung genannt worden“, hieß es dort.

Dafür gab ein Mitarbeiter der Tunnelleitzentrale in Hamm Auskunft. So sei am Donnerstag eine Tunnelwaschmaschine im Einsatz, mit der die Wände des Tunnels gereinigt werden. Diese wurden dabei zwar gereinigt, doch dafür wurden die sogenannten Sichttrübe-Sensoren verunreinigt. Die sorgen im Normalbetrieb dafür, dass bei kleinster Rauchbildung im Tunnel eine Meldung an die Tunnelleitzentrale erfolgt.

Weil die Sensoren bei der Reinigung aber selbst getrübt wurden, konnte der Tunnel nach der Reinigung nicht geöffnet werden. Am Freitag sollen die Reinigungsarbeiten fortgesetzt werden und auch die Wartungsarbeiten einer Fremdfirma sollen dann anlaufen und im Laufe des Samstags enden. Ein schwacher Trost für die Autofahrer, die im werktäglichen Berufsverkehr stundenlang im Stau standen und am Freitag noch stehen werden.

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