Trödelei bei Wanderweg-Projekt

Warum es für dieses Schild fünf vor zwölf ist

Das Schild am Wanderparkplatz an der Sehnsuchtsbirke steht seit einigen Tagen auf halb acht, oder besser gesagt auf zwei Uhr.
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Das Schild am Wanderparkplatz an der Sehnsuchtsbirke steht seit einigen Tagen auf halb acht, oder besser gesagt auf zwei Uhr.

Ob es ein Holztransporter oder ein Wanderer mit Bärenkräften war, ist nicht geklärt, aber das Schild am Wanderparkplatz an der Sehnsuchtsbirke steht auf halb acht, oder genauer gesagt auf zwei Uhr.

Plettenberg - Nun ist die Informationsflut auf dem Schild allerdings auch nicht so groß, dass dort die Gefahr von herumirrenden Wanderern besteht. Hilfreicher wäre da schon eine neue Wanderkarte mit den umliegenden Wanderstrecken, doch die lässt ebenso wie die Wanderwegekennzeichnung seit langem auf sich warten. Bildlich gesprochen ist es da eher schon fünf vor zwölf.

Anfang 2018 wurde ein auswärtiges Planungsbüro mit der zukünftigen Ausrichtung des Wanderwegenetzes im Bereich der Lenneschiene beauftragt. Federführend für das Leader-Projekt war die Stadt Plettenberg, doch dort verzögerten sich die Abstimmungsgespräche mit den Wanderabteilungen auch durch krankheitsbedingte Ausfälle des Sachbearbeiters, der dann Ende des Jahres in den Ruhestand ging.

Wie Katharina Biermann, Regionalmanagerin der Leader-Region Lenneschiene auf Anfrage erklärte, hätten sich die Nachfolger erst komplett neu in die Thematik einarbeiten müssen. „Aber der Bewilligungsantrag liegt jetzt seit anderthalb Monaten bei der Bezirksregierung Arnsberg“, erklärte Biermann, die bei der Antragserstellung für das Förderprojekt unterstützend zur Seite stand.

Immer noch fehlen Unterlagen

Einige der fünf beteiligten Kommunen Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl und Plettenberg müssten noch fehlende Unterlagen nachreichen, doch sie rechne noch in diesem Monat mit einem Bewilligungsbescheid. Die Fördersumme des Leader-Projekts beträgt rund 250 000 Euro. Mit dem Geld sollen in den beteiligten Kommunen Wanderwege neu gekennzeichnet und markiert werden. Zudem sollen neue Schilder aufgestellt und auch Bänke und Waldsofas an ausgewählten Stellen errichtet werden. Wann genau das sein wird, konnte Biermann noch nicht sagen, „aber in diesem Jahr wird auf jeden Fall noch etwas passieren.“

Nach der Bewilligung könne mit der Neuauszeichnung der Wege begonnen werden und auch die neue Wanderkarte für die Region könne dann in Auftrag gegeben werden.

Schild ist nur ein Platzhalter

Und dann dürfte und können dann auch die Verantwortlichen des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge aktiv werden und die lang ersehnte Wandertafel am Tanneneck erstellen lassen. Das dort zwischenzeitlich errichtete Schild ist gewissermaßen ein Platzhalter, weil man warten wollte, bis die neuen Wegemarkierungen und Bezeichnungen vorliegen.

Dass die Corona-Pandemie das ganze Verfahren weiter ausbremste, sorgte in Kombination mit dem Mitarbeiterwechsel im Plettenberger Rathaus für eine Bearbeitungsdauer von fast vier Jahren für das Projekt der Leaderregion Lenneschiene.

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