Nachfrage zog stark an

Warum dieses Neubaugebiet plötzlich so begehrt ist

Bagger und Baufahrzeuge bestimmen in diesen Tagen das Bild im Plettenberger Neubaugebiet Brachtstraße, in dem nahezu alle Grundstücke vergeben sind.
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Bagger und Baufahrzeuge bestimmen in diesen Tagen das Bild im Plettenberger Neubaugebiet Brachtstraße, in dem nahezu alle Grundstücke vergeben sind.

In den Jahren 2012/13 wurde das Baugebiet „Brachtweg“ von der Stadt Plettenberg erschlossen. Doch nachdem sämtliche neuen Kanal-, Strom- und Wasserleitungen unter der Erde waren, stockte die Nachfrage.

Plettenberg - Niemand wollte ein Grundstück trotz der sonnigen Südhanglage kaufen, was seinerzeit auch an dem von der Stadt aufgerufenen Quadratmeterpreis von 130 Euro lag. Als die Heimatzeitung seinerzeit darüber berichtete, kam Bewegung in die Sache und der Preis wurde mitsamt Erschließung auf 95,84 Euro gesenkt. Der Preis gilt bis heute und ist mittlerweile offenbar fast ein Schnäppchen.

Nachfrage zog im Herbst 2020 stark an

„Seit Herbst letzten Jahres hat die Nachfrage nach Baugrundstücken im Neubaugebiet Brachtweg deutlich zugenommen. Von insgesamt elf städtischen Grundstücken haben wir jetzt zehn verkauft“, erklärte Dietmar Hollweg aus dem Liegenschaftsamt auf Anfrage unserer Zeitung. Lediglich ein schwer bebaubares 450 Quadratmeter großes Grundstück sei noch nicht veräußert worden. Und in der Tat gibt es am „Hilde-Domin-Weg“ und der „Nelly-Sachs-Straße“ eine rege Bautätigkeit. Baukräne, Bagger und Lastwagen bestimmen in diesen Tagen das Bild.

Für die gebeutelte Stadtkasse ist die Entwicklung ebenfalls erfreulich, denn laut Hollweg konnte mit den Grundstücken knapp eine Viertelmillion Euro erlöst werden. Die Bauherren selbst müssen aufgrund der Hanglage allesamt mit Keller bauen – und das in einer Zeit, in der Baumaterialien knapp und teuer geworden sind. Und doch ist der Wunsch nach einem Eigenheim in Plettenberg offenbar stark gewachsen, was sich laut Hollweg auch im Baugebiet „An den Kämpen“ zeigt.

Lediglich ein schwer bebaubares Grundstück ist noch verfügbar.

Dort entstanden vor 20 Jahren rund 60 Baugrundstücke, von denen aber nur rund 40 bebaut wurde. Die Nachfrage nach den Grundstücken, die für 65 Euro der Quadratmeter angeboten werden, war viele Jahre eher schleppend, doch auch hier hat die Nachfrage deutlich angezogen und es gibt nur noch ein Handvoll Grundstücke ohne Vormerkung.

Vormerkungen für Gebiet in Ohle

Vormerkungen auf der Interessentenliste nimmt Dietmar Hollweg auch schon für das Neubaugebiet „Ölmühle“ in Ohle entgegen. Oberhalb der neuen Straßenbrücke, die gerade neben dem Aldi-Markt gebaut wird, entstehen im Jahr 2022 rund 20 Neubaugrundstücke. Der Quadratmeterpreis muss noch festgelegt werden. Dietmar Hollweg rechnet aber auch hier mit einer guten Nachfrage Und auch deshalb werde man sich bei der Stadtverwaltung schon sehr bald Gedanken machen, wo weitere Neubaugebiet im Stadtgebiet ausgewiesen werden können.

Und die Zeit drängt auch deshalb, weil die Ausweisung von neuem Bauland nicht von heute auf morgen umzusetzen ist.

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