Qualität statt Quantität

Wanderwege sollen reduziert werden

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Die Wanderwege der ’LenneSchiene’ sollen reduziert werden. Um die übrigen, aufgewerteten Wege sollen sich dann die jeweiligen SGV-Abteilungen ehrenamtlich kümmern.

Das Wanderwegenetz in Plettenberg sei zwar sehr umfänglich, entspreche jedoch häufig nicht mehr heutigen Qualitätsansprüchen. Daher sollen über ein Leader-Projekt die Wanderwege reduziert, die übrig bleibenden jedoch aufgewertet werden.

Das beschloss der Rat der Stadt Plettenberg jetzt in seiner letzten Sitzung. An dem Leader-Projekt zur Reduzierung der Wanderwege sind auch die Städte Iserlohn, Nachrodt-Wiblingwerde, Altena und Werdohl beteiligt. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Akteuren wollen die Kommunen das Projekt mit Inhalt füllen. 

Oberstes Gebot sei dabei die Reduzierung der Wanderwege: Denn aus touristischer Sicht wären mehr Qualität und weniger Quantität sinnvoller. Denn der „moderne Wanderer“ besitze andere Qualitätsansprüche. Dabei wollte eine Bürgerin wissen, was ein „moderner Wanderer“ sei. 

Der „moderne Wanderer“ 

„Es gibt sicher nicht den modernen Wanderer“, erklärte Bürgermeister Ulrich Schulte. Doch vieles habe sich in den vergangenen Jahren verändert. „Viele Wanderer sind heute auch mit eher leichten Schuhen unterwegs“, sagte Bürgermeister Schulte. Dies müsse bei der Anlegung der Wege bedacht werden. 

„Manche Wanderer nutzen noch Karten, andere vertrauen auf GPS“, fügte Bürgermeister Schulte hinzu. Dementsprechend viel oder wenig würden beispielsweise die Beschilderungen an den Wanderwegen beachtet werden. Durch eine Reduzierung der Wanderwege würde auch eine gewinnbringende Vermarktung vereinfacht und das Image der beteiligten Städte verbessert.

Denn landschaftlich würde die Region der ‘LenneSchiene’ alles mitbringen, um qualitativ hochwertige Wanderwege anbieten zu können. Ein weiteres Plus: „Aufgrund der Randlage zum Ruhrgebiet mit guter Bahnanbindung in die Region besitzt die Region Potenzial, attraktives Ausflugsziel für Tages- und Wochenendausflügler zu werden“, heißt es in der Vorlage. Das Projekt sei in mehrere Module gegliedert, ein Leistungsteam soll das Projekt begleiten, ein externes Büro die Vereine und Kommunen bei den Planungen unterstützen. Die Wege sollen dann später ehrenamtlich von den Wandervereinen betreut werden. 

Auf einer großen regionalen Tagung soll zudem gemeinsam mit den Akteuren erarbeitet werden, wie die ehrenamtliche Arbeit der Wandervereine zukünftig besser unterstützt und durch Nachwuchsgewinnung gestärkt werden kann. 

Stadt Plettenberg ist Projektträger 

In der Vier-Täler-Stadt soll die Umsetzung des Projekts durch die Stadt Plettenberg und die Plettenberger SGV-Abteilungen erfolgen. Die Stadt Plettenberg sei darüber hinaus auch Projektträger, sodass die Stadt bei allen Ausgaben in Vorleistungen treten müsse. 

Nach Abzug aller Fördermittel und der privaten Investitionen würden für die Stadt Kosten von rund 825 Euro entstehen. Noch im kommenden Jahr soll das Projekt umgesetzt werden. Geplant sei, im Anschluss das Projekt fortzuführen: Dann müsse die konkrete Umsetzung der Maßnahmen erfolgen, was besonders die Wander-Infrastruktur betreffe. Hierbei könnten Kosten von rund 15 400 Euro pro Kommune entstehen.

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