Vier Feuerwehrleute leicht verletzt

Waldbrand in Plettenberg gelöscht - Suche nach der Ursache beginnt

[Update, 11.26 Uhr] Plettenberg - Das Feuer im Waldgebiet am Saley in Plettenberg ist aus. Nachlöscharbeiten in dem gut 7000 Quadratmeter großen Waldstück, das am Dienstag in Brand geraten war, sind nicht nötig. Das ergab eine Begehung am Mittwochmorgen. Die Ursache bleibt indes unklar. Die Kripo ermittelt.

Die Lage ist nach Angaben der Feuerwehr Plettenberg von Mittwochmorgen seit den Nachtstunden im Waldgebiet unverändert stabil. Bereits in in den Abendstunden des Dienstag hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht und die Ausbreitung der Flammen verhindert. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden die Nachlöscharbeiten auf ein Minimum begrenzt.

In der Nacht war lediglich eine Brandwache vor Ort geblieben, um bei erneutem Auflodern von Glutnestern tätig werden zu können. Eine Begehung am Morgen mit Wehrleiter Markus Bauckhage ergab dann: Nachlöscharbeiten sind nicht mehr nötig. Die Feuerwehr beginnt mit den Aufräumarbeiten. Das sagte Plettenbergs Feuerwehr-Pressesprecher Thomas Gritschke gegenüber der Redaktion.

An dem rund 15-stündigen Einsatz waren in der Spitze mehr als 100 Feuerwehrleute beteiligt. Vier von ihnen verletzten sich leicht. Zwei wurden laut Gritschke wegen des Verdachts der Rauchgasvergiftung behandelt. Ein weiterer erlitt einen Kreislaufkollaps, ein vierter zog sich eine Kopfverletzung zu.

Kreisbrandmeister Michael Kling dankte per Facebook Einsatzkräften aus Plettenberg, Finnentrop, Herscheid, Werdohl, Lüdenscheid, Balve und Neuenrade. Die Verpflegung übernahmen DRK Plettenberg und Finnentrop.

Bilder vom Waldbrand am Saley - Feuerwehr im Großeinsatz

Das geschah am Dienstag:

Die Plettenberger Feuerwehr ist zu einem Waldbrand am Saley ausgerückt. Eine große Rauchwolke war weithin sichtbar, die Feuerwehr hat Stadtalarm gegeben. Der Brand entpuppte sich als deutlich größer als die Feuerwehr in einer ersten Meldung selbst vermutet hatte, da war noch von etwa 1.000 Quadratmetern die Rede. Schnell war klar: Bis zu 7.000 Quadratmeter Wald brannten im Waldgebiet Saley, oberhalb der Seydlitzstraße.

Der Brand habe sich rasant ausgebreitet, teilte die Pressestelle am Dienstag mit. Eine große Rauchsäule habe nachrückenden Einheiten den Weg gewiesen. Die Feuerwehr versuchte, das Feuer in Riegelstellung zu erreichen und einzudämmen. Erschwert wurde das durch die engen Wege, auf denen keinerlei Begegnungsverkehr oder Wendemanöver möglich sind. 

Gegen 21.30 Uhr war das Feuer weitgehend eingekesselt. Allerdings, so berichtete die Leitstelle der Polizei, waren weiterhin Brandnester im Waldboden zu vermuten. Die Kriminalpolizei war vor Ort eingetroffen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Eine Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Die Rauchsäule, von Eiringhausen fotografiert.

Gegen 22.15 Uhr meldet die Plettenberger Feuerwehr, die Lage sei insoweit unter Kontrolle, als die Ausbreitung eingedämmt werden konnte. Die zu löschende Fläche betrug nun noch etwa 3.000 Quadratmeter. Weitere Löschzüge zur Ablösung der Einsatzkräfte wurden angefordert. 

Probleme bereiteten die Dunkelheit und die zum Teil sehr steile Hanglage. Der Wind frischte zudem immer wieder auf. Feuerwehrfahrzeuge mussten auf den engen Zuwegen zum Brandort penibel manövriert werden, um nicht in den Abhang zu geraten. Erschwerend hinzu kam der dichte Rauch, der an vielen Stellen die Sicht beeinträchtigte.

Feuerwehr und Polizei forderten die Anwohner mit Lautsprecherdurchsagen auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch über die Warn-App NINA wurden die Plettenberger informiert. Polizei-Hubschrauber Hummel 4 unterstützte die Kräfte aus der Luft.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare zu diesem Artikel