2.500 Quadratmeter Wald brannten

Feuerwehr findet Leiche im Wald - Ermittlungen und Obduktion liefern diese neuen Erkenntnisse 

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Punkt 1 zeigt den Fundort der Leiche und Punkt zwei den des E-Bikes. 

[Update, 15.43 Uhr] Plettenberg - Bei Löscharbeiten am Bärenberg hat die Feuerwehr am Freitagnachmittag eine Leiche entdeckt. Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Obduktion und weiteren Ermittlungen erste Erkenntnisse bekannt gegeben - unter anderem: Es handelt sich um einen 60-jährigen Mann aus Plettenberg. In der Nähe der Leiche wurde eine Sektflasche gefunden.

Die bisherigen Ermittlungen haben ergeben, dass es sich bei dem unbekannten Leichnam um einen 60-jährigen Plettenberger handelt, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der Polizei im Märkischen Kreis und der Staatsanwaltschaft Hagen.

Der Leichnam des Mannes sei am Samstag in der Gerichtsmedizin Dortmund obduziert worden. Dabei hätten sich keine Anhaltspunkte für eine Gewalteinwirkung auf den Körper ergeben. Das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung stehe aber noch aus. Auf Nachfrage unserer Redaktion hieß es, es sehe bislang nicht nach einem Kapitalverbrechen aus, ganz auszuschließen sei das aber noch nicht.

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte die Staatsanwaltschaft ferner, dass in der Nähe der Leiche eine Sektflasche gefunden wurde. Auf einen Abschiedsbrief sei man hingegen nicht gestoßen. Es sei zu früh, um von Suizid zu sprechen, dafür gebe es keine Anhaltspunkte.

Zum Zustand der Leiche sagte der Staatsanwalt, der Körper sei nicht komplett verbrannt gewesen, es habe aber "Brandfolgen" gegeben. Der Mann sei vom Feuer eingekesselt gewesen, der unmittelbare Bereich um ihn herum sei aber nicht von den Flammen verzehrt worden.

Identität mit Hilfe von Angehörigen und Freunden geklärt

Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Leichenfundes sowie der Brandursache dauern weiter an, vermeldeten Staatsanwaltschaft und Polizei. Auf die Identität des Mannes sei man mit Hilfe von Angehörigen und Freunden gekommen, so die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage.

Außerdem gibt es offenbar keine Hinweise darauf, dass der Fall in Verbindung mit einem am Donnerstag in Plettenberg gestohlenen Fahrrad steht. Diese Vermutung hatte in sozialen Netzwerken die Runde gemacht, da am Brandort auch ein E-Bike gefunden wurde.

Das war die Sachlage am Wochenende:

Auf Nachfrage unserer Redaktion hatte es am Samstag zunächst geheißen, der Leichnam würde erst am Montag (26. August) obduziert. Deshalb war zunächst lediglich bekannt geworden, dass es sich um einen Mann im Alter zwischen 40 und 60 Jahren handelt, der mutmaßlich mit einem E-Bike unterwegs war.

So fand die Feuerwehr die Leiche:

Der Alarm für die Feuerwehr in Plettenberg war am Freitag gegen 15.30 Uhr eingegangen. Auf dem Höhenkamm vom Tanneneck in Richtung Landemert brannten etwa 2500 Quadratmeter Waldfläche. 

In dem abgelegenen Waldstück fanden Einsatzkräfte die verbrannte Leiche, etwa zehn Meter von einem Waldweg entfernt. In der Nähe des Toten soll ein E-Bike gelegen haben, das ebenfalls verbrannt ist und mutmaßlich zu dem Mann gehört.

Ob das Feuer im Zusammenhang mit dem Tod des Unbekannten steht, ist Gegenstand der Ermittlungen, die die Kriminalpolizei aufgenommen hat. Kriminaltechniker trafen am Freitagabend am Fundort ein und begannen mit der Sicherung von Spuren. Der Bärenberg ist weiträumig abgesperrt. 

Die Einsatzfahrzeuge an der Koordinationsstelle Tanneneck. 

Jogger meldete Waldbrand

Ein Jogger hatte den Waldbrand gegen 15.15 Uhr am Freitagnachmittag entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Die Brandbekämpfer kesselten das Feuer ein und löschten von allen Seiten. Vom Tanneneck ging es im Pendelverkehr weiter zum Einsatzort. Einheiten der Feuer- und Rettungswache, Stadtmitte, Landemert, Holthausen, Oestertal und Eiringhausen sowie der Einsatzleitwagen des Märkischen Kreises (Selscheid) waren vor Ort. Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in den späten Abend hin, erst gegen 22 Uhr konnten die letzten Kräfte einrücken. 

Mehrere Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz von Wespen gestochen und mussten von Notfallsanitätern ambulant versorgt werden. Ins Krankenhaus musste aber niemand. 

Wir berichten weiter.

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Quelle: wa.de

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