Zahlen von IT.NRW belegen es

Diese Stadt ist die grüne Lunge im MK

Nadelhölzer dominieren die heimische Region: Sie machen in Plettenberg und kreisweit rund die Hälfte aller Waldflächen aus, in Herscheid sogar fast ein Drittel (Angaben in Prozent).
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Nadelhölzer dominieren die heimische Region: Sie machen in Plettenberg und kreisweit rund die Hälfte aller Waldflächen aus, in Herscheid sogar fast ein Drittel (Angaben in Prozent).

Fast 530 Quadratkilometer und damit ziemlich genau die Hälfte der Fläche des Märkischen Kreises waren Ende 2019 mit Wald bedeckt. Die Region zählt damit zu den grünen Lungen Nordrhein-Westfalens. Das ist keine ganz neue Erkenntnis, die die Zahlen des Landesbetriebs Information und Technik da geliefert haben. Dass die Industriestadt Plettenberg jedoch innerhalb des waldreichen Kreises den größten Waldanteil besitzt, lässt aufhorchen.

Denn 66,1 Prozent der Plettenberger Bodenfläche sind mit Wald bedeckt – das ist im Märkischen Kreis Spitze. Selbst die Ebbegemeinde Herscheid kann „nur“ mit 59,7 Prozent Bewaldung aufwarten. Von den knapp 97 Quadratkilometern Stadtfläche in Plettenberg sind laut IT.NRW 63,96 Quadratkilometer mit Wald bedeckt – in Herscheid kann man bei einer Gesamtfläche von 59,4 Quadratkilometern lediglich mit 35,44 Quadratkilometern Wald aufwarten.

Große Waldfläche in Plettenberg

Lediglich Altena (63,1 Prozent) und Werdohl (57,9 Prozent) kommen in die Nähe Plettenbergs und Herscheids in Sachen Waldanteil. Kreisweit sind 49,8 Prozent der Bodenfläche mit Wald bedeckt.

Dabei fällt jedoch vor allem auf, dass in der heimischen Region die Nadelhölzer äußerst dominant sind: Rund die Hälfte (32,17 Quadratkilometer) der Waldflächen Plettenbergs sind ausschließlich mit Nadelbäumen bewachsen, in Herscheid sind es sogar über 62 Prozent (22,13 Quadratkilometer). In beiden Kommunen machen Laubbäume lediglich rund ein Viertel der Waldflächen aus. Mischwälder sind besonders in Herscheid rar gesät (11,5 Prozent der gesamten Waldfläche), in Plettenberg belegen diese immerhin noch 24,6 Prozent der Waldfläche.

Großen Orkanen wie Kyrill, Emma oder Friederike, die in ganzen Landstrichen Bäume entwurzelt haben, zum Trotz: 8 471 Quadratkilometer und damit 24,8 Prozent der gesamten Fläche Nordrhein-Westfalens sind Waldflächen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Waldfläche Nordrhein-Westfalens damit mehr als doppelt so groß wie beispielsweise die Ferieninsel Mallorca.

Mit 3 265 Quadratkilometern liegen 38,5 Prozent der Waldflächen des Landes im heimischen Regierungsbezirk Arnsberg; Allein im Hochsauerlandkreis gibt es 1 071 Quadratkilometer Wald. Den höchsten Anteil der Waldfläche an der Gesamtfläche hat mit 72,8 Prozent die Gemeinde Kirchhundem im Kreis Olpe.

Borkenkäfer sorgt für viel Schadholz

Für das ganze Land liefert IT.NRW auch Informationen über den Zustand des Waldes, der sich nicht zuletzt durch die Invasion des Borkenkäfers massiv verschlechtert hat. Der Anteil von Schadholz (6,2 Millionen Kubikmeter) am Nadelholzeinschlag lag demnach im vergangenen Jahr mit 95,2 Prozent auf Rekordniveau. „Damit wurde das bisherige Spitzenergebnis aus dem Jahr 2018 – 2,7 Millionen Kubikmeter oder 78,1 Prozent – nochmals übertroffen“, teilte das Statistische Landesamt mit. In den Jahren von 2011 bis 2017 hatte der Schadholzanteil durchgängig bei weniger 20 Prozent gelegen.

Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen 6,5 Millionen Kubikmeter Nadelholz eingeschlagen; das waren 86,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bereits 2018 hatte der Holzeinschlag mit 3,5 Millionen Kubikmetern um 64,3 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres (2017) gelegen. Von 2010 bis 2017 hatte der Holzeinschlag im Schnitt bei 2,5 Millionen Kubikmetern gelegen.

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