Gibt es bald ein  Mega-Schützenfest aller Vereine?

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Ein gemeinsames Schützenfest in Plettenberg  - diese Idee sollte nach Ansicht von Steffen Fuhrich (li.) weiterverfolgt werden.

Plettenberg – Steffen Fuhrich, Vorsitzender der Grüner Schützen, ließ jetzt die Bombe platzen: Die Vorsitzenden aller heimischen Schützenvereine hätten bereits Gespräche für die künftige Ausrichtung eines großen und vor allem gemeinsamen Schützenfestes geführt.

Denn nicht nur die Grünetaler haben, wie im Rahmen der Jahreshauptversammlung erklärt wurde, in den vergangenen Jahren Probleme, Königskandidaten zu finden. Denn klar sei: Die Entwicklung der vergangenen Jahre lasse ein „weiter so“ kaum zu. Daher brach auch eine rege Diskussion über die Frage aus, wie das Schützenfest der Zukunft aussehen könnte. Sollte nur alle zwei Jahre gefeiert werden? Oder doch gemeinsam mit anderen Vereinen? Vielleicht sei auch ein rollendes System denkbar, sodass sich die heimischen Schützenvereine Jahr für Jahr mit der Ausrichtung eines Schützenfestes abwechseln. Schließlich hätten alle Plettenberger Schützenvereine die gleichen Probleme.

 „Ein gemeinsames Fest ist der richtige Weg“, erklärte ein Mitglied. „Das wird nicht funktionieren“, erwiderte ein anderes. „Keiner kriegt die Halle alleine voll – nicht mal die PSG“, stimmte wiederum ein anderer einem gemeinsamen Fest zu. Denn allein die Tatsache, dass viele Schützen in zwei oder teilweise noch mehr Vereinen Mitglied seien, zeige, wie gut der Zusammenhalt ist. Konkretisiert wurde noch nichts. Zweimal im Jahr finden Sitzungen mit den Vorsitzenden aller Plettenberger Schützenvereine und der Schützengesellschaft (PSG) statt. 

„Die Punkte sind schon in Diskussion“, sagte Fuhrich. Es allen recht zu machen, das werde nicht funktionieren – aber: „Es wird sich etwas tun in den nächsten Jahren.“ Das größte Problem für die Schützenvereine: Es würde immer schwieriger, Leute zu finden, die Schützenkönig werden wollen. Das koste auch den Vorsitzenden der Grüner Schützen ordentlich Nerven. „Ich musste überlegen, ob ich noch einmal für dieses Amt kandidiere“, erklärte Fuhrich im Rahmen der Jahreshauptversammlung im Haus Battenfeld am Freitag. Schlussendlich stellte er sich dennoch zur Wahl – und die Mitglieder bestätigten ihn einstimmig für zwei weitere Jahre als Vorsitzenden.

 Beim letzten Königsschießen der Grüner Schützen habe es bis zur letzten Minute keinen gegeben, der den Vogel von der Stange holen wollte. Ganz spontan und vorerst ohne Hofstaat hatte schließlich Manfred Gärtner sich bereit erklärt, den hölzernen Aar zu erden und damit für große Erleichterung gesorgt – bei den Vereinsmitgliedern, aber natürlich auch beim Vorsitzenden. Beachtlich: „Das Wunder der Grüne“ war erst wenige Tage zuvor in den Verein eingetreten. „Das hat gezeigt, dass es problemlos möglich ist, bei uns ganz spontan Schützenkönig zu werden“, wunderte sich Fuhrich, warum sich keine Kandidaten finden. „Wo ist das Problem?“

 Fuhrich, seit 8 Jahren Vorsitzender, wünschte sich für dieses Jahr, dass sich im besten Fall gleich mehrere Aspiranten finden. So könne ein spannender Wettkampf ausgetragen werden. Die Schützen müssten ihre Entscheidung vorher auch nicht an die große Glocke hängen. „Ich verrate das keinem“, sagte Fuhrich. 

Mit den Worten „gut und erfolgreich“ fasste Schriftführer Bernd Paulus den Geschäftsbericht 2019 zusammen. Etwas über 280 Mitglieder gehören derzeit dem Verein an. Positiv sei auch die Entwicklungen im Kinder- und Jugendbereich: Mehrere Personen würden aktuell versuchen, diese Arbeit voranzubringen, erklärte der zweite Vorsitzende Carsten Fink. In der nächsten Zeit sollen weitere Planungen stattfinden, zum Beispiel für das Drumherum beim Schützenfest für die Kinder. Und das sei wichtig: „Wenn wir jetzt nicht handeln, stehen wir in zehn Jahren ohne Nachwuchs da“, so Vorsitzender Fuhrich. 

Kassierer Ulrich Lienenkämper blickte auf eine gute Kassenlage. Neben Steffen Fuhrich als Vorsitzender wurden Bernd Paulus als Schriftführer und Ulrich Lienenkämper als Kassierer in ihren Ämtern bestätigt. Ein neues Gesicht im Vorstand ist mit Beisitzer Kevin Duarte Costa dazugekommen.

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