Coronakrise als Chance?

Gemeinsamen Schützenfest in Plettenberg? Das sagen die Vorsitzenden zur Idee

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Plettenberg - Die Grünetaler Schützen haben ihr Schützenfest schon abgesagt, weitere Vereine werden mit großer Wahrscheinlichkeit folgen. Ist das nun die Gelegenheit, um anstatt sechs einzelner nun ein großes Schützenfest für Plettenberg zu feiern. Das sagen die Vorsitzenden zu der Idee.

Steffen Fuhrich (Grünetaler Schützenverein): Ich persönlich finde diese Idee gut. Zusammen zu feiern, ist immer schön. Also: Ein wie auch immer geartetes Fest im zweiten Halbjahr – warum nicht? Schon das Winterfest war super gut und ist super bei den Leuten angekommen. Vielleicht könnte man bei einem großen Schützenfest auf einen Spaßvogel schießen.

Helge Hessmer (Landemerter Schützenverein): Nein, ich sehe es nicht so, dass das nun eine gute Gelegenheit wäre. Wir haben klein angefangen mit dem gemeinsamen Winterfest, da stehen wir auch voll hinter, um die Terminvielfalt zu entzerren. Ja, man könnte auch zusammen ein Schützenfest feiern, aber es gab noch nie konkrete Gespräche dazu. Ich glaube nicht, dass es kurzfristig in den nächsten fünf Jahren ein gemeinsames Schützenfest geben wird. Jeder hat seine eigene Tradition, die er bewahren will. Ich sehe nicht, wie das alles unter einen Hut zu bekommen ist.

Andrea Saladdino (Oestertaler Schützenverein): 

Wenn alle Sechs absagen, könnte ich mir vorstellen, dass es ein gemeinsames Fest geben könnte, aber kein Schützenfest. Eher etwas Gemütliches mit Schützenbrauchtum. Dass man unter dem Motto Einigkeit etwas zusammen macht. Aber ein gemeinsames Schützenfest wird es nicht geben.

Jörg Klages (Sundheller Schützenverein): Ja, die Gelegenheit wäre da, aber wir als kleinster Verein könnten dabei nur der Verlierer sein. Auch beim Winterfest waren wir wirtschaftlich schon Verlierer, weil wir dafür auf unsere Aprés-Ski-Feier verzichtet haben. Bei einem gemeinsamen Schützenfest würde das nicht anders aussehen. Unser Motto lautet: Klein, aber fein. Wenn nun aber die anderen Fünf sagen würden, wir machen das, würden wir uns der Gemeinschaft fügen. Zu der grundsätzlichen Idee würde ich aber erstmal sagen: Nein.

Thomas Knappe (Plettenberger Schützengesellschaft): Man kann das durchaus machen. Die Möglichkeiten sind da, auch wenn das eine logistische Herausforderung ist. Unsere Termine, die wir nun für das Schützenfest geblockt haben [die PSG hat nach der Absage ihres Schützenfestes zwei Alternativtermine bekannt gegeben], könnte man auch für ein gemeinsames Schützenfest nutzen. Uns ging es mit den Terminen ja nur darum, die Schützenhalle erstmal zu blocken. Wofür – ob für unser Schützenfest, ein Blasmusikfestival zugunsten von Corona-Opfern oder für ein gemeinsames Schützenfest – ist noch offen. Um das zu entscheiden, ist die Zeit aber noch zu jung.

Kai-Uwe Eppmann (Schützenverein Eiringhausen): Diese Diskussion ist gar nicht so weit weg. Die nächsten drei bis vier Wochen werden sehr entscheidend sein. Da wird sich zeigen: Werden nach der Grüne auch alle anderen bis hin zur PSG absagen müssen? Trifft es am Ende sogar alle? Dann würde ich mich einer solchen Idee nicht verschließen wollen. Wenn die Möglichkeit da ist – und auch das ist ja noch die Frage – dann halte ich es für besser, ein großes Fest in gemeinsamer Runde zu feiern, als gar nicht zu feiern.

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