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Mitleid auch für russische Soldaten: Volkstrauertag in besonders schwierigen Zeiten

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Von: Hartmut Damschen

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Volkstrauertag in Eiringhausen
Auch zahlreiche Eiringhauser Schützen nahmen an der Gedenkstunde teil. © Hartmut Damschen

Heiko Hillert konnte als Ratsmitglied und auch 2. stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Plettenberger CDU die Abordnungen der Eiringhauser Vereine sowie einige Bürgerinnen und Bürger zu der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Kilian-Kirchhoff-Damm begrüßen.

Plettenberg – Die Fahnen des Schützenvereins Eiringhausen, der Freiwilligen Feuerwehr Eiringhausen, des DRK, des TuS Plettenberg und des Männergesangvereins Eiringhausen senkten sich, als zu Ehren der Gefallenen beider Weltkriege und aller Opfer von Gewalt und Krieg aller Völker, wie Hillert unterstrich, der Kranz der Stadt Plettenberg am Ehrenmal an der Rückseite der Kirche St. Johann Baptist niedergelegt wurde.

Heiko Hillert hält Ansprache beim Volkstrauertag in Plettenberg-Eiringhausen
Heiko Hillert hielt am Kilian-Kirchhoff-Damm die Gedenkansprache beim gut besuchten Volkstrauertag. © Hartmut Damschen

Für Hillert ein kaum vorstellbares Ereignis ist der Angriff Russlands auf die Ukraine. Er erinnerte an das, was eigentlich nie wieder geschehen sollte: Krieg in Europa. Flüchtlingskonvois, die gezielt beschossen werden, Menschen, die in U-Bahnschächte vor Bomben fliehen, Familien, die teilweise durch Tod für immer getrennt wurden. „Unser Mitleid gilt aber auch den russischen Soldaten, die diesem verbrecherischen Krieg nicht ausweichen konnten und sogar mit einer falschen Wahrheit in die Pflicht genommen wurden.“

Auch Opfer der Weltkriege erwähnt

Hillert ließ das Leid der Juden und die Millionen Toten, die nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und schon zuvor während des 1. Weltkrieges in diesem Land und in ganz Osteuropa zu beklagen waren, nicht unerwähnt. „Allein in der Ukraine ruhen an die 170 000 deutsche Kriegstote auf den Kriegsgräberstätten des Volksbundes; mindestens noch einmal so viele werden noch vermisst – und bei den sowjetischen Kriegstoten gehen diese Zahlen in die Millionen.“

Hillert forderte auf, diesen Gedenktag als Anlass zu nehmen, für ein Europa in Frieden und Freiheit und für unsere Menschenrechte einzutreten.

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