Volksbank baut Wohn- und Geschäftskomplex

Prachtbau an zentraler Stelle: Diese Bank im MK investiert auch in Wohnungen

Neuer Wohn- und Geschäftskomplex der Volksbank in Plettenberg
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Ein Prachtbau für die Innenstadt: So soll der neue Volksbank-Komplex am Lindengraben in Plettenberg nach der Fertigstellung aussehen.

Es könnte ein Prachtbau an zentraler Stelle werden: Die Volksbank plant in der Plettenberger Innenstadt die Errichtung eines Wohn- und Geschäftskomplexes. Von der Kommunalpolitik gab es dafür jetzt grünes Licht.

Plettenberg - Damit einher geht die Änderung des Bebauungsplans 613 „Altstadt“, die erst der Planungs- und Umweltausschuss und im Anschluss der Rat abgesegnet hatten. Dahinter verbirgt sich ein gut 4100 Quadratmeter großes innerstädtisches Mischgebiet, das zwischen den Straßen Im Baumhof, Lindengraben und Grünestraße liegt.

Weil die dort existierende Parkfläche neben der Volksbankfiliale überbaut werden woll, war die Änderung des Bebaungsplans notwendig geworden. Ein Konzept für eine mögliche Bebauung des Areals durch die Volksbank in Südwestfalen liegt der Stadt Plettenberg bereits vor. Das neu entstehende Gebäude soll im Zuge einer sogenannten Nachverdichtung der Innenstadt geschlossen an das bereits bestehende Gebäude der Volksbank anschließen.

Durch den Bau dieses neuen Gebäudes soll „eine Raumkante geschlossen und der Altstadtring stärker ausgeprägt werden“. Geplant ist, dass durch den Neubau insgesamt 25 neue Wohneinheiten im Stadtzentrum entstehen sowie gewerblich genutzte Flächen im Erdgeschoss der Bebauung. Die Volksbank, die dort früher ihren Hauptsitz hatte, verkleinert die Filialfläche und schafft im Gegenzug zentrumsnahe Wohnungen sowie die dazugehörigen Stellplätze.

Wie viele Parkplätze dort entstehen, blieb offen. Günter Heerich gab diesbezüglich in der abschließenden Einwohnerfragestunde zu bedenken, dass bei einem Wegfall der 40 bislang vorhanden Parkplätze und dem Bau von 25 Wohneinheiten im Grunde 65 Tiefgaragenplätze gebaut werden müssten.

Volksbank-Neubau: Bauantrag liegt noch nicht vor

Till Hoffmann Leiter des Planungsamtes, erklärte, dass beim Bauantrag, der bislang noch nicht vorliege, in jedem Fall entsprechende Stellplätze für die Wohn- und Gewerbeeinheiten nachgewiesen werden müssten.

Wie Volksbank-Vorstand Karl-Michael Dommes auf Anfrage erklärte, ist ein Start des Bauprojektes im nächsten Jahr denkbar, nachdem die Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren zum Abschluss gebracht werden konnte. „Das ging schneller als erwartet. Ein Kompliment an die Stadtverwaltung für die gute Zusammenarbeit, die uns von an Anfang beim Projekt unterstützt hat“, sagte Dommes. Nach dem grünen Licht durch den Rat würden mit Hochdruck letzte Detailfragen geklärt, um möglichst noch in diesem Jahr den Bauantrag einzureichen.

Dommes hofft dann im Sommer oder Herbst nächsten Jahres mit Umbau und Neubau starten zu können. Einen Abriss habe man im Vorfeld untersucht, jedoch verworfen, weil die Bausubstanz an sich noch gut sei. Aus energetischer Sicht müsse aber massiv nachgebessert werden, um den KFW 55-Standard zu erreichen.

Direkt angrenzt an den bestehenden und entkernten Gebäudeteil soll ein Neubau auf dem heutigen Parkplatzgelände entstehen. Ob mit oder ohne Tiefgarage werde gerade geprüft. Vorgesehen sind rund 25 Wohneinheiten, die auf der einen Seite ein seniorengerechtes Wohnen ermöglichen, aber auch Platz bieten für junge Familien in direkter Zentrumslange. Per Fahrstuhl sollen alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sein.

Fertigstellung für 2024 geplant

Ein besonderes Schmuckstück soll die Fassade werden, verriet Dommes, der mit Gesamtbaukosten von sechs bis acht Millionen Euro und einer Fertigstellung im Jahr 2024 rechnet.

Geprüft werden müsse, wo die Bankfiliale in der Umbauphase untergebracht wird. Dass es in Plettenberg auch weiterhin eine Volksbank-Filiale geben wird, stehe außer Frage. „Wir legen großen Wert darauf, in Plettenberg einen wichtigen Standort zu haben. Es wäre töricht, über eine Aufgabe nachzudenken“, sagte der Volksbank-Vorstandssprecher.

Zukünftig werde die Volksbank auf ähnlicher Fläche wie bisher im Erdgeschoss zu finden sein. Allerdings mit einer komplett neuen Aufteilung und nach modernsten Standards. Man werde ähnlich wie in Apple-Stores digitale Elemente einbauen, wo den Kunden bestimmte Dinge einfach erklärt würden. „Das wird eine hochmoderne Filiale, auf die man sich freuen kann“, sagte Dommes. Ob die Filiale in der Zwischenzeit in Containern untergebracht werde, oder ob man einen Leerstand dafür nutze, werde ebenfalls in den nächsten Monaten geprüft. Erhalten bleibt die Praxis von Dr. Schuller, die zukünftig allerdings ins Erdgeschoss wandern soll.

Im Neubaukomplex sollen ebenfalls Dienstleister oder Einzelhandelsgeschäfte Platz zu finden, während in den Etagen darüber zentrumsnahe Wohnungen entstehen, die dann von der Volksbank als Bauherr des Projektes vermarktet werden.

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