Neue Details zum Großeinsatz zwischen Werdohl und Plettenberg

Massen-Crash in Selscheid mit sechs Verletzten Folge eines waghalsigen Überholmanövers

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Die K8 war nach dem schlimmen Verkehrsunfall am Dienstag fast drei Stunden voll gesperrt.

Plettenberg - Der schwere Unfall mit vier Autos und sechs Verletzten auf der K8 zwischen Plettenberg und Werdohl ist die Folge eines irrwitzigen Überholmanövers. Es gibt neue Details zum Horror-Crash.

Nach Angaben der Polizei des Märkischen Kreises war der schwere Unfall am frühen Dienstagabend die Folge eines waghalsigen Überholmanövers eines 18-jährigen Volvo-Fahrers aus Altena. Sechs Personen wurden verletzt, drei davon schwer. 

Gegen 17.50 Uhr fuhr der Altenaer mit drei Gleichaltrigen in seinem Volvo V40 (zwei aus Lüdenscheid, einer aus Plettenberg) auf der K8 in Richtung Plettenberg. In Höhe einer Rechtskurve überholte er laut Polizei zwei Autos und scherte wieder ein. Wegen der hohen Geschwindigkeit geriet er dabei ins Schleudern und krachte zuerst frontal gegen den Skoda Yeti einer entgegenkommenden Lüdenscheiderin (59) und in der Folge gegen den BMW X1 eines Halveraners (57) und den Opel Vectra einer 29 Jahre alten Altenaerin.

Der wurde - wie drei Piloten der vier beteiligten Autos - leicht verletzt. Schwerer erwischte es die drei Beifahrer im Verursacher-Volvo. Eine Person war im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Schwerer Unfall mit vier Autos in Selscheid

Der Motor des Volvo wurde aus dem Motorraum gerissen und rutschte zehn Meter über die Straße. "Wir können froh sein, dass die Auto-Industrie in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte bei der Sicherheit der Autos gemacht hat. Früher hätte es bei einem solchen Unfall womöglich Tote gegeben", sagte Polizeisprecher Dietmar Boronowski.

Für die Unfallaufnahme, die Versorgung der Verletzten und die Bergung der Fahrzeuge war die Straße bis ca. 21.45 Uhr komplett gesperrt. Das war umso gravierender, als diese Strecke aktuell die Umleitung für die wegen Gasleitungsarbeiten gesperrte B236 ist.

Die Feuerwehr Plettenberg war mit dem Löschzug der Wache, der Löschgruppe Selscheid und der Löschgruppe Ohle an der Einsatzstelle vertreten. Zusätzlich wurde die Löschgruppe Stadtmitte mit dem Gerätewagen Logistik alarmiert, da durch den Unfall Betriebsstoffe aus den Pkw ausgelaufen waren.

Zusätzlich zu den beiden Plettenberger Rettungswagen waren Rettungswagen aus Werdohl, Herscheid und Attendorn sowie die Notärzte aus Plettenberg und Werdohl an dem Einsatz beteiligt. Ebenso waren der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst aus Lüdenscheid vor Ort. Die Polizei war mit vier Streifenwagen zur Unfallstelle ausgerückt.

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