Vier-Täler-Schule wird ab Sommer geschlossen

Es ist amtlich: Förderschüler müssen nach Meinerzhagen

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Die stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende der Friedensschule, Susanne Baumgart, übergibt die Listen mit 1 068 Unterschriften, die für den Erhalt der Lüdenscheider Förderschule stehen, an Landrat Thomas Gemke. 

Plettenberg - Der Kreistag hat seine Entscheidung gefällt. Die Förderschul-Landschaft im Märkischen Kreis wird so umstrukturiert, dass die Plettenberger Kinder ab kommenden Sommer zur Mosaikschule nach Meinerzhagen wechseln müssen.

Sämtliche Gegenwehr von Seiten der betroffenen Schulen, unter anderem durch die Präsenz im Kreistag oder durch eine Liste mit über 1 000 Unterschriften, konnten an den Plänen des Kreises nichts mehr ändern. Die Plettenberger Schüler trifft es mit am härtesten: Sie werden von ihren bisherigen Klassenkameraden aus Neuenrade und Werdohl getrennt, weil diese künftig nach Altena müssen, und sie haben mit der Fahrt nach Meinerzhagen künftig einen extrem langen Schulweg vor sich. 

„Die Schüler sind mindestens 45 Minuten pro Fahrt bis zur Schule unterwegs. Darunter werden einige Kinder ganz massiv leiden“, hatte die Elternpflegschaftsvorsitzende Tina Stahlschmidt schon nach Bekanntwerden der Pläne ihre Bedenken geäußert. Wie die Kinder nach Meinerzhagen kommen, dafür ist der Kreis zuständig. 

„Es kann nur über einen Schülerspezialverkehr gehen“, sagt Christoph Wilk vom Plettenberger Schulamt, der sich jetzt auch mit der Frage beschäftigen muss, wie das Schulgebäude in Holthausen künftig genutzt werden soll. „Es gibt bereits bestimmte Ideen“, berichtet er, ohne näher darauf eingehen zu wollen. „Wir werden jedenfalls eine sinnvolle Folgenutzung hinbekommen.“ 

Schon jetzt befindet sich in einem Teil des Gebäudes das Stadtarchiv und in einem anderen Teil die Mensa und der Offene Ganztag der benachbarten Grundschule. So soll es auch in Zukunft bleiben, sagt Wilk.

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