Abriss und Neubau oder Sanierung?

Bürgermeister drängt auf Entscheidung zu Kita und Grundschule Holthausen

Kindergarten Holthausen Plettenberg
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Wie es in Zukunft mit dem Kindergarten Holthausen in Plettenberg weiter geht, soll am Dienstag im Stadtrat entschieden werden.

Die Zukunft der ehemaligen Vier-Täler-Schule ist weiterhin eines der drängendsten Themen in Plettenberg, lässt man Corona mal außen vor. Deshalb soll nun so schnell wie möglich eine Entscheidung her

Plettenberg - Asbestfunde machen die Nutzung der ehemaligen Vier-Täler-Schule derzeit unmöglich, die Holthauser Kindergartenkinder, die eigentlich längst hier betreut werden sollen, sind weiterhin in der Oesterauer Kirche St. Bonifatius untergebracht.

Sanierung oder Abriss und Neubau – das ist die entscheidende Frage, die für die Vier-Täler-Schule im Raum steht. Geht es nach dem Bürgermeister, soll schon bald mehr Klarheit herrschen. Es waren bislang fünf verschiedene Varianten im Spiel, seit einem Vorstoß von Reinhard Panzer (FDP) liegt seit wenigen Tagen mit der Idee für einen Abriss der VierTäler-Schule und zusätzlich der benachbarten Grundschule ein sechster Vorschlag auf dem Tisch.

Die Fraktionen müssen sich intensiv mit jeder einzelnen Idee auseinander setzen, schließlich geht es um Millionenbeträge. Aber zu lange sollten sich die Fraktionen nicht mehr Zeit lassen, meinte Bürgermeister Ulrich Schulte am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss.

Der Verwaltung sei es auch im Sinne der Eltern wichtig, zu einer raschen Entscheidung zu kommen – zumindest im Grundsatz. Die Frage, ob der politische Wunsch eher zu einer Sanierung im Bestand oder zu einem Neubau geht, solle am nächsten Dienstag in der Sitzung des Stadtrates geklärt werden, so Schulte – „selbst, wenn wir bis dahin noch nicht soweit sind, zu sagen, welche Variante es wird.“

Die SPD hatte zuvor per Antrag dafür gesorgt, dass unabhängig von der Entscheidung auch die finanziellen Mittel bereitstehen. Bisher waren für die bevorstehenden Arbeiten in und an der Vier-Täler-Schule 3,3 Millionen Euro im städtischen Haushalt vermerkt. Weil dieses Geld aber für einen Abriss und Neubau nicht ausreichen würde, beantragte die SPD, diesen Betrag auf sechs Millionen Euro anzuheben – „damit wir uns nicht vorher schon gebunden haben“, erklärte der SPDFraktionsvorsitzende Stefan Langenbach.

Mehrheitlich stimmten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses für den SPD-Antrag. Nur die CDU enthielt sich, wenngleich Fraktionsvorsitzender Patrick Hansmann deutlich machte, dass es generell richtig sei, nach allen Seiten offen zu bleiben. Bis nächste Woche wolle man sich beraten.

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