Aus Schauerte wird Tiemeyer

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Stellten letztmals unter der Schauerte-Flagge die aktuellen Zahlen der Tiemeyer-Gruppe vor: Serviceleiter Lothar Klein (von links), Vorstandsvorsitzender Heinz-Dieter Tiemeyer, Audi-Betriebsleiter Florian Grob und VW-Betriebsleiter Kai Sorgler.

Plettenberg – Der Name des Autohauses Schauerte ist bald Geschichte. Ab dem 1. September werden die Schauerte-Betriebe in Plettenberg, Finnentrop und Werdohl offiziell den Namen Tiemeyer tragen. Knapp vier Jahre nach der Übernahme des heimischen Autohauses wird damit der Wechsel endgültig vollzogen,

„Schauerte hatte einen guten Namen und wir haben ihn die letzten Jahre auch gern genutzt“, sagte Heinz-Dieter Tiemeyer, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Gruppe, bei der Pressekonferenz im Plettenberger Seat-Autohaus. Nach weiteren Zukäufen wolle man jetzt aber mit den einheitlichen Namen signalisieren, „dass wir eine Gruppe sind“, so Tiemeyer. Die Gebäude in Plettenberg, Finnentrop und Werdohl verbleiben allerdings weiterhin im Besitz der Familie Schauerte. SUV vor Golf Im Zuge der Zusammenführung wurde aus der Tiemeyer Automobile AG bereits die Tiemeyer AG, die in Zukunft alle Betriebe unter einem Dach bündelt, was auch für den Internet-Auftritt und im Anzeigenbereich vorteilhaft sei. 

Insgesamt tragen die ehemaligen Schauerte-Betriebe mit 142 Mitarbeitern rund zehn Prozent zum Gesamtumsatz der Tiemeyer-Gruppe bei. Hier wie auch in den anderen Betrieben seien aktuell vor allem Fahrzeuge aus dem SUV-Bereich gefragt. „Wenn wir früher den neuen Golf präsentiert haben, war das Autohaus voll. Heute ist das eher so, wenn wir ein SUV vorstellen“, sagte Tiemeyer. Mit der Modellpolitik von VW, die klar auf die Elektromobilität setze, habe er als bekennender Diesel-Fan anfangs Probleme gehabt, doch mittlerweile sei er überzeugt, dass der Konzern die richtige Strategie verfolge. Dabei spiele auch die Vermeidung von Strafzahlungen für den CO2-Flottenverbrauch eine Rolle.

 Wie Audi-Betriebsleiter Florian Grob erklärte, plane die Tiemeyer-Gruppe, der elektrische Vorreiter im Ruhrgebiet und Sauerland zu werden. So sollen zahlreiche neue Ladesäulen aufgestellt und speziell ausgebildete Hochvolttechniker eingestellt und geschult werden. „Insgesamt investiert die Unternehmensgruppe rund 450 000 Euro in die Ladeinfrastruktur und die Umsetzung der notwendigen Standards“, so Grob. Tiemeyer ergänzte, dass man ein bedeutender Mobilitätsstützpunkt für die Kunden aus dem Ruhrgebiet, dem Bergischen Land und dem Sauerland werden wolle. „Die E-Mobilität stellt zukünftig einen enorm wichtigen Ertragszweig für uns dar“, so Tiemeyer, auch mit Blick auf den neuen E-Tron, die ID-Modelle und weitere Hybrid-Neuheiten.

Die Tiemeyer-Gruppe konnte auch im Geschäftsjahr 2018/2019 den Umsatz steigern. Mit insgesamt 683 Millionen Euro Umsatz verbuchte die in Bochum ansässige Gruppe ein Rekordjahr. Neben dem konzernweiten Umsatzanstieg konnte auch die Anzahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr um 3 581 auf insgesamt 31 519 verkaufte Fahrzeuge der Gruppe erhöht werden. Im Detail wurden hierbei im vergangenen Jahr 19 605 Gebrauchtwagen, 10 522 Neuwagen und 1 392 Vorführwagen verkauft. Von den verkauften 10 522 Neuwagen verteilen sich 6 031 auf die Marke VW, 2 037 Audi, 807 Seat, 896 Skoda und 801 Nutzfahrzeuge. 

Auch das Servicegeschäft konnte gesteigert werden: Die Anzahl der verkauften Stunden betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 mit rund sechsprozentigem Anstieg zum Vorjahr 207 984 Einheiten. Dies führte zu einem Umsatzanstieg von 2 Millionen Euro auf nun 84 Millionen Euro im Service-Bereich. Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg. Aktuell beschäftigt die Tiemeyer-Gruppe an 24 Standorten über 1 500 Mitarbeiter – darunter 218 Auszubildende in acht Ausbildungsberufen.

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