Viel Zuspruch im Internet für Plettenberger Stadtmarketing-Geschäftsführer Steffen Reeder

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Plettenberg - Selten sind sich die Internetnutzer in der Facebook-Gruppe „Du bist Plettenberger, wenn...“ so einig wie im Fall des wahrscheinlichen Verlusts von Steffen Reeder in der städtischen Kulturarbeit.

„Das fände ich mehr als schade, ich halte sehr viel von seiner Arbeit und auch von Steffen selbst...“, schrieb zum Beispiel die Plettenbergerin Dörte Kaul-Hentschel.

Dieser Meinung schlossen sich zahlreiche Leser an. Vor allem ein Beitrag von Andrea Saladdino, seines Zeichens Vorsitzender des Oestertaler Schützenvereins, gefiel vielen Nutzern. „Personen, die aktiv aus Vereinen kommen, wissen die Arbeit von Steffen zu schätzen“, schreibt Saladdino. Er persönlich halte die Umstrukturierung des Kulturbereichs für einen Fehler. „Wenn ich als Verein etwas machen möchte (besser gesagt machen wollte), hat man mit Steffen gesprochen oder mit dem Bürgermeister. Jetzt? Jetzt stelle ich einen Antrag und er durchläuft verschiedene Positionen, bis ich eine Antwort habe oder entschieden wird. Das kann nicht zum Wohle sein für die Menschen, wenn sie ehrenamtlich etwas unternehmen wollen oder aktiv agieren möchten.“ Er betont, dass es ihm nicht darum gehe, die neue GmbH schlecht zu reden, sondern um den „Verlust eines guten Mannes, der wirklich mehr als genug getan hat und es auch nicht immer leicht hatte“.

Während der aktuelle Plettenberger Bürgermeister Ulrich Schulte noch keine Stellung zu dem Thema Reeder bezog, meldete sich auf Facebook Schultes Bürgermeister-Vorgänger Klaus Müller zu Wort. Auch er unterstreicht das, was viele Internetnutzer zu bedenken geben: „Mit Steffen Reeder wird die Stadt Plettenberg mit Blick auf das Stadtmarketing die notwendige Kreativität und Spontanität verlieren. Schlimmer geht nimmer! Mir tut es unendlich leid! Mir bleiben persönlich noch viele tolle Erinnerungen aus unserer gemeinsamen Zeit, in der er mich mit seinen Einfällen und unkonventionellen Umsetzungen stets geflasht hat. Ich bin mir sicher, dass ihm überall sämtliche Türen offen stehen werden. Vielleicht macht ihm ja noch jemand wieder eine Tür in Plettenberg auf...“

Klaus Müller schaltete sich auch im weiteren Verlauf der Diskussion ein, als das Steuersparmodell mit dem AquaMagis und der KulTour GmbH – ein für die Stadt wesentlicher Grund für die bevorstehende Kultur-Umstrukturierung – angezweifelt worden ist und gab Aufschluss. „Das ‘ungeliebte AquaMagis’ macht nunmehr seit einigen Jahren Gewinne, die bisher zum Teil versteuert in den städtischen Haushalt geflossen sind. Da bleibt aber gerade mal die Hälfte nach Steuern über. Man hat wohl jetzt mit der Kultur GmbH eine steuerunschädlichere Lösung gefunden! Damit werden der Haushalt und damit auch die Bürgerinnen und Bürger entlastet. Also auf dem Papier sicher die beste Lösung. Aber das ändert nichts daran, dass Steffen Reeder in dem Personalkarussell leider keine ausreichende Berücksichtigung gefunden hat...“

Steffen Reeder selbst, der sich weiterhin in einem bestehenden Arbeitsverhältnis befindet, trat gestern wie gewohnt seinen Dienst im Rathaus an. Ein Gespräch, das auf ein mögliches Happy End hinführen könnte, blieb aber aus. Es deutet auch weiterhin alles auf eine baldige Trennung hin.

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