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Lauter Knall, mehrere Vermisste: Feuerwehr übt Ernstfall auf ehemaligem Dura-Gelände

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Von: Jona Wiechowski

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Die Plettenberger Feuerwehr hat am Samstagnachmittag auf dem Dura-Gelände geübt.
Die Plettenberger Feuerwehr hat am Samstagnachmittag auf dem Dura-Gelände geübt. © Feuerwehr Plettenberg

Knall auf dem ehemaligen Dura-Gelände, mehrere Menschen vermisst: Zum Glück handelte es sich bei diesem Szenario nur um eine Großübung der Plettenberger Feuerwehr. So ist das erste Anüben nach langer Pandemie-Pause am Samstagnachmittag gelaufen.

[Update 18.04 Uhr] Plettenberg – Inzwischen ist die Übung beendet worden. Es war das erste Anüben der gesamten Freiwilligen Feuerwehr nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause. 

Die Plettenberger Feuerwehr hat am Samstagnachmittag auf dem Dura-Gelände geübt.
Inzwischen ist das erste Anüben nach der Corona-Pause beendet worden. © Feuerwehr Plettenberg

Die Herausforderung der Großübung: Es wurden zwei verschiedene Einsatzabschnitte dargestellt, die von den verschiedenen Einheiten abgearbeitet werden mussten.  

Beim ersten Abschnitt war die angenommene Lage, dass es bei Abbrucharbeiten in den Produktionshallen zu einem Knall gekommen war. Anwohner hatten zuvor zwei Arbeiter in dem Bereich gesehen. 

Mit dieser Situation beschäftigten sich die Löschgruppen Stadtmitte und Oestertal, sowie der Einsatzleitwagen aus Landemert. Ihr Auftrag: Die zwei vermissten Arbeiter suchen. 

Nach Knall werden Kinder vermisst

Im zweiten Einsatzabschnitt der Übung waren es zwei Kinder, die nach einem Knall im Bereich des Verwaltungsgebäudes vermisst wurden. Den Suchauftrag bekam hier der Löschzug 3 – bestehend aus den Löschgruppen Eiringhausen, Ohle und Selscheid – zugewiesen. 

Diese Konstellation sei bewusst gewählt worden, so Wehrleiter Markus Bauckhage. Denn: Die Löschgruppen aus dem Einsatzabschnitt 1 verfügen nicht über hydraulische Rettungsgeräte, benötigten diese aber dringend. So hätten sich die Retter mit dem Einsatzabschnitt 2 verständigen und absprechen müssen, „um den dort eingesetzten Rüstwagen aus Ohle optimal einzusetzen“, berichtet die Pressestelle der Plettenberger Feuerwehr. 

Ebenfalls am Start war die Jugendfeuerwehr. Die bekam einen eigenen Einsatzabschnitt mit dem Löschfahrzeug aus Landemert zugewiesen. Auftrag der Nachwuchsretter: Einen Brand an einer Böschung bekämpfen. 

Die Plettenberger Feuerwehr hat am Samstagnachmittag auf dem Dura-Gelände geübt.
Die Plettenberger Feuerwehr hat am Samstagnachmittag auf dem Dura-Gelände geübt. © Feuerwehr Plettenberg

Während der Zeit der Übung verblieben die Kräfte der Feuer- und Rettungswache sowie die Löschgruppe Holthausen an der Feuer- und Rettungswache in Bereitstellung, um den Grundschutz für reale Einsätze sicherzustellen.

Wehrleiter Markus Bauckhage zeigte sich im Anschluss an die Übung zufrieden und freute sich, dass es endlich wieder möglich sei, mit allen Einsatzkräften der Feuerwehr Übungen in dieser Größenordnung abzuhalten, heißt es von der Pressestelle.

Auch die Jugendfeuerwehr übte mit – und bekämpfte den Brand an einer Böschung.
Auch die Jugendfeuerwehr übte mit – und bekämpfte den Brand an einer Böschung. © Feuerwehr Plettenberg

„Neben den Kameraden der Ehrenabteilung waren auch Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel und Bürgermeister Ulrich Schulte bei der Übung, um sich von der Schlagkräftigkeit der Feuerwehr zu überzeugen“, berichtet die Feuerwehr abschließend. 

[Erstmeldung] Plettenberg — Kein Großeinsatz, sondern eine Großübung: Plettenberger Einsatzkräfte haben am Samstagnachmittag für den Ernstfall auf dem ehemaligen Dura-Gelände an der Königstraße in Plettenberg geprobt. 

Teilgenommen hat an der Übung die gesamte Plettenberger Feuerwehr mit Ausnahme der Feuer- und Rettungswache sowie der Löschgruppe Holthausen. Die stellten in der Zeit den Grundschutz sicher.

Aktuell findet eine Nachbesprechung statt. 

Wir berichten weiter. 

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