Untere Jagdbehörde des Märkischen Kreises bittet darum, aufmerksam zu sein

Verständnis für stattfindende Jagden aufbringen

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Aktuell wird das Schwarzwild, wozu auch Wildschweine zählen, besonders gejagt.  

Plettenberg - Die Untere Jagdbehörde hat einige Tipps zum richtigen Verhalten in Wald und Flur mitzuteilen. Der Herbst ist die Zeit der Treib- und Drückjagden. Gegenseitige Rücksichtnahme und besondere Vorsicht ist für alle Beteiligten geboten. Vor allem im Straßenverkehr, wie Hartmut Tengler vom Hegering jetzt erklärte.

„Jetzt gerade sind bei uns ja auch einige Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Gerade die Wildschweine müssen gejagt werden, da sie enorme Schäden verursachen“, erklärt Tengler dazu. Er bittet gerade die Teilnehmer im Straßenverkehr um Verständnis, falls es zu kurzzeitigen Sperrungen der Wege oder Straßen kommen sollte. Die Untere Jagdbehörde rät außerdem Spaziergängern, Wanderern oder Reitern, die Wege nicht zu verlassen und – falls nötig – eine andere Route zu wählen, um nicht direkt in das jagdliche Geschehen zu geraten. 

„Das kann schonmal sehr gefährlich werden, es wird schließlich scharf geschossen!“, appelliert Plettenbergs Hegeringleiter. Während der sonnigen Herbsttage zieht es viele Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder. Das Betreten zum Zwecke der Erholung ist auf eigene Gefahr gestattet, doch sollten gerade im Herbst und Winter Vorkehrungen getroffen werden, um mögliche Gefahren zu verringern und eine harmonische Nutzung des Waldes für alle Interessengruppen zu vermeiden. 

Während der Jagd werden auch hin und wieder Jagdhunde außerhalb der Wege nicht an der Leine geführt, sodass sich Begegnungen mit nicht-angeleinten Hunden ergeben könnten. Weil in der herbstlichen und winterlichen Jahreszeit die Sicht oft durch tiefstehende Sonne, Nebel oder früher einsetzende Dunkelheit beeinträchtigt ist, sollten einige Sicherheitsaspekte beachtet werden. Dunkle, einfarbige Kleidung eignet sich nicht, um sich im Wald vom Hintergrund abzuheben.

Kleidung in kräftigen Farben ermögliche anderen Menschen, Personen frühzeitig wahrzunehmen – so ein Sprecher der Unteren Jagdbehörde. 

Hunde mit Halsbändern kennzeichen 

Es sei außerdem ratsam, Hunde, die ohne Leine auf den Waldwegen geführt werden, beispielsweise durch farbliche oder leuchtende Halsbänder von der Umgebung optisch abzuheben. So hätten andere Erholungssuchende die Möglichkeit, den Hund schneller wahrzunehmen und das Verhalten anzupassen. 

Wie die Untere Jagdbehörde weiter mitteilt, muss im Wald stets mit Wild auf den Wegen gerechnet werden. Radfahrer sollten deshalb besonders aufmerksam sein und ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen. Jäger sollten darauf achten, Beschilderungen, die auf eine Jagd hinweisen, an Wegen sichtbar aufzustellen. Weil die Waldwege während der Jagden nicht grundsätzlich gesperrt sind, sollten Spaziergänger und Sportler unbedingt auf diese Hinweisschilder achten, sodass durch gegenseitige Rücksichtnahme niemand gefährdet wird. Aufenthalte im Wald sollten so geplant werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist, um sich nicht selbst zu gefährden. 

Ansitzjagden finden auch während der Nachtzeit statt. Neben der Sturzgefahr muss bedacht werden, dass in der Dunkelheit nicht mehr mit Erholungssuchenden im Wald gerechnet wird. Für den Straßenverkehr gilt in Waldgebieten gerade in der Dämmerung erhöhte Aufmerksamkeit. Neben Wildwechsel sollte auch bedacht werden, dass sich durch Laub und Feuchtigkeit auf der Straße auch der Bremsweg verlängert, sodass das Fahrverhalten angepasst werden sollte. Schilder, die auf eine Jagd hinweisen, sollten ernst genommen werden, indem die Fahrgeschwindigkeit reduziert wird. 

„Die Fahrer sollten zur Jagdzeit Verständnis dafür haben, dass auch Straßen gesperrt werden. Es ist einfach gefährlich. Außerdem kann ich versichern, dass es sich auch nur um kurzzeitige Sperrungen handelt“, so Tengler. 

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