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Vermisster in Plettenberg: Polizei hat neuen Hinweis für die Suche

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Von: Maximilian Birke, Christos Christogeros, Georg Dickopf

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Die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Iserlohn war im  Waldgebiet Plettenberg-Saley auf der Suche nach einem vermissten 55-Jährigen. Die Suche musste am frühen Donnerstagabend ergebnislos abgebrochen werden. Gleiches galt für die Suchhunde der Polizei, die im Bereich Plettenberg-Ölmühle am späten Nachmittag einen weiteren vermissten Plettenberger suchten. Auch hier musste die Suche in der Dunkelheit abgebrochen werden.
Die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Iserlohn war im Waldgebiet Plettenberg-Saley auf der Suche nach einem vermissten 55-Jährigen. Die Suche nach dem 39-jährigen Vermissten wird derweil eingestellt: Er wurde tot aufgefunden. © Pressestelle Feuerwehr Iserlohn

Seit Donnerstag fahndet die Polizei in Plettenberg nach dem vermissten Dirk S. Nun gibt es einen neuen Hinweis, wo die Polizei nach dem 55-Jährigen suchen könnte.

Update vom 13. Januar, 18 Uhr: Demnach folge die Polizei dem Hinweis des Ohlers Tony Meyer, der darauf verwies, dass es im Bommecketal unterhalb des Hexentanzplatzes in dem einstigen Grubenfeld „Alter Mann“ diverse Luftschächte alter Bergwerke gibt. „Die Stollen führen tief in den Berg und haben trockene Ecken mit Frischluft. Da hilft kein Seher, da muss einer rein, der das Grubenfeld kennt“, sagt Meyer, der im Bommecketal nach dem Schneefall an den letzten Tagen verstärkt unterwegs war. „Spuren im Schnee habe ich keine gefunden“, sagt Meyer, der ebenso wie die Polizei hofft, dass die Suche bald erfolgreich endet.

Derweil erklärt die Polizei im MK, dass die Hinweise des „Sehers“ Michael Schneider nicht zum Vermissten geführt hätten. „Bei einer Vermisstensuche melden sich in großer Regelmäßigkeit Seher bei uns. Bis jetzt hat zumindest bei uns noch kein Hinweis zu einem Erfolg geführt“, betonte Polizeisprecher Christof Hüls. Gleichwohl nehme man grundsätzlich alle Hinweise ernst. 

Update vom 11. Januar, 14.45Uhr: Laut Polizei wurde der vermisste 39-Jährige in einem Feld nahe seiner Wohnung tot aufgefunden. Ein Fremdverschulden schließt die Polizei aus.

Update vom 9. Januar, 12.40 Uhr: Die umfangreichen Suchmaßnahmen haben bislang keinen Erfolg gebracht: Auch am Sonntag galten sowohl der 55-jährige Dirk S. als auch der 39-jährige Sascha K. weiterhin als vermisst. Bei beiden ist eine Selbstgefährdung nicht auszuschließen. Aus der Leitstelle der Polizei, an die Hinweise unter der Notrufnummer 110 gerichtet werden sollten, heißt es, dass sich einige Bürger gemeldet hätten. Sie glaubten, einen der Vermissten gesehen zu haben.

Zwei Vermisste in Plettenberg: Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen

„In mehreren Fällen haben wir direkt einen Streifenwagen dorthin losgeschickt“, sagt ein Mitarbeiter. Jedem Hinweis sei man nachgegangen, dennoch fehlt weiter jede Spur der beiden Plettenberger. Dirk S. gilt bereits seit Mittwoch als vermisst, Sascha K. seit Donnerstag. Für die Suche wurden mehrere Hundestaffeln und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Die Ermittlungen hat nun die Kriminalpolizei übernommen. Die Beamten werden in den kommenden Tagen unter anderem auf die bisherigen Hinweisgeber noch einmal zukommen, um so eventuell noch den entscheidenden Anhaltspunkt zu finden. Es ist eine Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.

Am Freitag hatte sich bei der Polizei zudem ein „Seher“ gemeldet und seine Hilfe angeboten. Gemäß seiner Eingebung, die er bei dem vermissten 55-jährigen Dirk S. verspürt habe, fand die bisherige Suche der Polizei auf der falschen Seite der L697 in Plettenberg statt. Trotz der Gehbehinderung des Vermissten „würde ich es an Ihrer Stelle trotzdem unter anderem bitte auch mal im Bommecketal und seiner Umgebung versuchen“, schrieb er der Polizei und sendete dazu eine genaue Koordinatenangabe.

Ob in dem Bereich eine Suche stattgefunden hat, dazu konnte die Polizei am Wochenende keine Auskunft geben. Die Zuständigkeit hierfür liege beim Kriminalkommissariat.

Die Leitstelle der Polizei teilte mit, dass auf ihr Kommando derzeit keine Einsatzkräfte mehr vor Ort im Einsatz seien. Alle Hinweise sind abgearbeitet; so lange sich keine neuen Spuren ergeben, kann nicht viel getan werden.

Update vom 7. Januar, 20.12 Uhr: Die Suche nach den Vermissten in Plettenberg wurde auch am Freitag ohne Ergebnis mit Einbruch der Dunkelheit beendet. Sie konzentrierte sich auf Bereiche im Bommecketal, am Gut Einig und den Friedhof Hirtenböhl.

[Erstmeldung vom 6. Januar] Plettenberg - Während der 55-jährige Dirk S. seit Mittwoch (5.1.2022) als vermisst galt, wurde der 39-jährige Sascha K. seit Donnerstag (6.1.2022), 3 Uhr, nicht mehr gesehen.

Nach den Angaben der Polizei hatte Dirk S. am Mittwoch sein Wohnhaus an der Straße Auf der Ratschelle in unbekannte Richtung verlassen. Wie Polizeisprecher Christof Hüls betonte, sei die Suche am Mittwoch um 16.30 Uhr gestartet worden. Dabei habe man auch Flächenhunde eingesetzt, die bis nach Einbruch der Dunkelheit im Einsatz waren. Aufgrund der dichten Regenwolken und der Wetterbedingungen konnte der angeforderte Polizeihubschrauber Hummel nicht in Dortmund starten.

Im Bereich rund um den Hemberg wurde der zweite vermisste Plettenberger, ein 39-Jähriger aus Ohle, der zuletzt an der Straße Ölmühle gesehen wurde,  am Donnerstag von einer Hundestaffel der Polizei gesucht. Bis zum  Abend aber ohne Ergebnis.
Im Bereich rund um den Hemberg wurde der zweite vermisste Plettenberger, ein 39-Jähriger aus Ohle, der zuletzt an der Straße Ölmühle gesehen wurde, am Donnerstag von einer Hundestaffel der Polizei gesucht. Bis zum Abend aber ohne Ergebnis. © Böhnisch

Nachdem die Vermisstensuche am Mittwoch gegen 21.30 Uhr abgebrochen wurde, setzte die Polizei die Suche in Plettenberg am Donnerstag fort. Bei guten Wetterbedingungen kreiste der Polizeihubschrauber Hummel, der mit einer Wärmebildkamera ausgerüstet ist, von 9.50 Uhr bis 10.40 Uhr an verschiedenen Stellen über dem Plettenberger Stadtgebiet.

Suche aus der Luft ohne Ergebnis

Doch auch wenn die Suche mit dem Hubschrauber aus der Luft ergebnislos blieb, setzte die Polizei, die noch am Mittwochabend und am Donnerstagvormittag ein Lebenszeichen des Vermissten registrieren konnte, die Suche fort. Dabei kam die Rettungshundestaffel der Feuerwehr Iserlohn zum Einsatz.

Im großflächigen Waldgebiet Saley, oberhalb des Neubaugebietes Eschen-Süd, setzten die Hundeführer die Suche nach dem Vermissten fort – immer in der Hoffnung, den 55-Jährigen lebend und bei guter Gesundheit aufzufinden.

Suche auch an anderen Aufenthaltsorten

Darüberhinaus wurde der suizidgefährdete Plettenberger von den Einsatzkräften der Polizei auch an anderen möglichen Aufenthaltsorten gesucht. Die Polizei hofft aber auch auf Hinweise von Zeugen: Der Gesuchte ist ca. 1,75 Meter groß, schlank und vermutlich mit schwarzen Sportschuhen, einer schwarzen Regenjacke und einer schwarzen Hose oder Bluejeans bekleidet. Der Gesuchte zieht darüber hinaus im Gehen eines der Beine auffällig nach.

Aufgrund der Gesamtumstände ist nach Auskunft der Polizei nicht auszuschließen, „dass sich der Gesuchte in einer für ihn gefährlichen Situation befindet.“

Suche nach Sascha K.

Sascha K. gilt seit den frühen Morgenstunden des Donnerstags als vermisst. Eine weitere Hundestaffel der Polizei MK hatte sich deshalb am Donnerstagnachmittag auf dem Weg zur Straße Ölmühle gemacht, wo Sascha K. zuletzt gesehen worden war. Denn hier hat der 39-Jährige seine Wohnung. Diese soll er gegen 3 Uhr in unbekannte Richtung verlassen haben. Beim Gesuchten sei derzeit eine Eigengefährdung nicht auszuschließen.

Die Polizei, die die Suche mit der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Iserlohn im Bereich Saley und die später einsetzende Suche einer Polizeihundestaffel im Bereich Ölmühle am Donnerstag gegen 19 Uhr ergebnislos abbrechen musste, hofft auf die Hinweise von Zeugen. Der Gesuchte ist 1,98 Meter groß, sehr schlank und hat blonde Haare. Zuletzt trug er einen grauen Kapuzenpullover, eine dunkle Jogginghose und grüne Nike-Schuhe. Hinweise zu den Aufenthaltsorten der Gesuchten sollten direkt an die Notrufnummer 110 gerichtet werden.

Am Freitag (7.1.2022) soll die Suche nach den beiden Vermissten fortgesetzt werden. Die Einsatzleitung hofft auf konkrete Hinweise, um den Suchradius eingrenzen zu können.

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