Versuchter Totschlag in Plettenberg

Verfeindete Gruppen: Schüler (16) rammt Schüler (15) Messer in den Bauch - Not-OP!

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Der 15-jährige verlor laut Anklage 1,5 Liter Blut. (Symbolfoto).

Plettenberg – Kampf-Szenen spielten sich in der Plettenberger Innenstadt ab, als zwei verfeindete Gruppen von Jugendlichen aufeinandertrafen. Ein 16-Jähriger zog ein Messer und stach zweimal zu. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Ein 16-jähriger Plettenberger muss sich ab dem Montag (22. Juli)  wegen versuchten Totschlags vor der großen Jugendstrafkammer des Landgerichts Hagen verantworten. Es geht in diesem auf vier Verhandlungstage angesetzten Verfahren um einen Vorfall, der sich am 2. Februar im Wieden in Plettenberg ereignet hatte. 

Der Angeklagte soll dort gemeinsam mit zwei Freunden auf eine Gruppe von drei Jugendlichen getroffen sein, mit denen es bereits früher Streit gegeben habe. Es soll dann zu einem Streit gekommen sein, in dem der Angeklagte einem 15-jährigen Plettenberger ein Messer mit einer acht Zentimeter langen Klinge zweimal in den Bauch gestoßen habe.

So berichteten wir im Februar

Aufgrund der Verletzung einer Arterie habe der Geschädigte etwa 1,5 Liter Blut verloren, bevor er durch eine Notoperation gerettet werden konnte. Der Angeklagte, der leicht alkoholisiert gewesen sei, soll den Tod seines Opfers jedenfalls billigend in Kauf genommen haben. 

Außerdem soll er im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Messer auch einen 17-jährigen Plettenberger leicht verletzt haben. Dem Angeklagten werden daher versuchter Totschlag mit gefährlicher Körperverletzung an dem 15-Jährigen und ein weiterer Fall der gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen. Ihm droht eine Jugendstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. 

Der Angeklagte ist nicht vorbestraft. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Der 15-jährige Plettenberger hat sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen. Weil der Angeklagte noch minderjährig ist, findet das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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