„Gegenwind“ überreicht über 1 500 Unterschriften an Stadt

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Bürgermeister Ulrich Schulte (vo.li.) und Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier (hi.li.) nahmen gestern vom Vorstand des Vereins „Gegenwind Plettenberg“ um den 1. Vorsitzenden Robert Lützenkirchen (re.), Stellvertreter Dirk Brockhaus (Mitte) und Schriftführer Dr. Freiburg rund 1 500 Unterschriften entgegen.

Plettenberg -  Wenn man es in der Wettersprache ausdrücken will, dann weht dem Unternehmen PNE Wind aus Cuxhaven eine steife Brise aus Plettenberg entgegen, denn nicht nur der Rat wird sich gegen den Bau von fünf Windkraftanlagen im Bereich Hohe Molmert aussprechen – auch der Verein „Gegenwind Plettenberg“ hat viele Argumente gegen das Vorhaben.

Der Vorsitzende Robert Lützenkirchen überreichte gestern einen Aktenordner mit 1 250 Unterschriften gegen den Windpark an Bürgermeister Ulrich Schulte. Kurioserweise war die Übergabe am Donnerstag wegen zu viel „Gegenwind“ durch Sturmtief „Friederike“ ausgefallen.

 „Die Bäume lagen in beiden Richtungen auf der Straße“, sagte Dirk Brockhaus, der Robert Lützenkirchen und Dr. Norbert Freiburg zur Unterschriftenübergabe begleitete. Im Dezember 2016 sei die Idee zur Unterschriftenaktion im Anschluss an eine Informationsveranstaltung zum Thema Windkraft entstanden, mit der die Unterzeichner folgende Forderungen an den Rat und die Verwaltung erheben: 1. „Geben Sie das Vorhaben zur Änderung des Flächennutzungsplans mit der Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergieanlagen in den Waldgebieten von Plettenberg auf. 

2. Zerstören Sie nicht unsere Landschaft und den Lebensraum ihrer Bewohner durch den Bau von Industrieanlagen in unseren Wäldern. 3. Nehmen Sie Rücksicht auf die schützenwerten Belange der Bewohner unserer Stadt hinsichtlich Gesundheit, Lebensqualität und Immobilienwert. 4. Beachten Sie die kritischen Eingaben und Stellungnahmen zur Offenlegung des Entwurfs zur 6. Änderung der FNP vom 29. Juni 2016.“ 

An dieser Aktion haben sich laut Lützenkirchen 1 250 Personen aus Plettenberg und Umgebung beteiligt. Zusätzlich beteiligten sich weitere 260 Personen an einer Online-Abstimmung. Die Bestrebungen der NRW-Landesregierung, den Ausbau der Windenergie in NRW durch den Bau neuer Anlagen an neue Bedingungen zu knüpfen, seien deutlich erkennbar. Der Entwurf eines neuen Winderlasses zeig die inzwischen veränderte Einstellung der politischen Mehrheit. „Unsere Forderungen, keine Windenergieanlagen in Waldgebieten zu errichten und die Abstände zu Wohngebieten deutlich zu erhöhen, finden in der politischen Neuausrichtung deutliche Unterstützung.

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