Patrick Bertermann ist Lichtringhauser König

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Jungschützenkönig Marco Eckert, Königin Carina Holthöfer mit dem neuen Lichtringhauser König Patrick Bertermann (re.).

Lichtringhausen - Im vergangenen Jahr wehrte sich der Vogel aus Leibeskräften, in diesem Jahr holte er sich Beistand von Petrus, um noch eine Weile länger überstehen zu können. Durch das aufziehende Unwetter tat der Vorstand der Lichtringhauser Schützengesellschaft das einzig Richtige: Friedhelm Arndt verkündete kurz vor vier Uhr den geordneten Rückzug in die Schützenhalle.

In Anbetracht des näherkommenden, bedrohlichen Donnergrollens und der sich über Lichtringhausen immer mehr auftürmenden dunkelgrauen Wolken tat Friedhelm Arndt das was in dieser Situation die vernünftigste Entscheidung zum Wohl und zur Sicherheit der Anwesenden war: er unterbrach das Schießen auf den Hauptvogel. Der Rückzug in die Schützenhalle wurde an der Straße wieder von Ordnern gesichert, die vorher bereits bei den Umzügen die Straße gesperrt hatten. Mit den ersten Regentropfen kamen die Letzten in die Halle, bevor die Sturzbäche herniedergingen.

Vor und nach der Regenpause herrschte Hochbetrieb am Schießstand.

Um  17.45 Uhr ordnete Arndt für 18.00 Uhr wieder den Abmarsch zum Schießstand an. Punkt 18.00 Uhr hatte Petrus auch wieder seine letzten Schleusen verschlossen. Das Schießen konnte fortgesetzt werden. Die Sonne ließ sich auch wieder etwas verschämt blicken. Also herrschte auch gutes Büchsenlicht. Was aber nicht verhinderte, dass erst mit dem 216. Schuss die letzten, kümmerlichen Reste des einst stolzen Vogels am Boden des Kugelfangs lagen und der Jubel aufbrandete: Von den zum Schluss um die Königswürde ringenden Gilbert Florath, Frank Rauterkus, Robin Wessels und Patrick Bertermann konnte Bertermann den letzten Schuss abgeben.

 Patrick Bertermann, einst Sundheller Bürger, ist jetzt Lichtringhauser und gut dort angekommen. Er ist 25 Jahre jung, kaufmännischer Angestellter bei Junior in Plettenberg, Schlagzeuger beim Musikverein Lichtringhausen, Tänzer bei der Garde der Roten Funken Lichtringhausen und leidenschaftlicher Fan der Blau-Weißen aus dem Ruhrpott. Zur Königin nahm er sich seine Freundin Carina Holthöfer (27), die den Beruf einer Arzthelferin ausübt und ihm herzlich gratulierte.

 Sam, ein Verwandter aus den USA, extra zum Schützenfest aus Italien (dort ist er derzeit im Schüleraustausch) angereist, lernte hautnah unsere Schützenbräuche kennen und konnte ebenfalls seine Glückwünsche aussprechen. Zuvor konnten die vielen Vereinsmitglieder und Gäste den neuen Jungschützenkönig Marco Eckert hochleben lassen. 

Von den ursprünglich sieben Bewerbern blieben am Ende nur noch Marco und sein Vetter Fabian Eckert übrig. Beide hielten bei den gefühlten letzten 50 Schuss voll drauf und am Ende hatte Marco mit dem 149. Schuss glücklich den Aar geerdet, den er bereits vorher um Krone und Zepter gebracht hatte. Marco ist angehender Werkzeugmechaniker bei der Fa. Kirchhoff in Attendorn. Seine Hobbys sind Judo, seine aktive Mitgliedschaft bei der Garde der Roten Funken Lichtringhausen und Trecker reparieren. Daher auch sein Spitzname „Treckert“. An seiner Seite wird Theresia Einhoff, eine 18jährige Attendornerin, stehen. Sie ist derzeit Schülerin am Berufskolleg in Olpe.

 Was noch anzumerken ist: Kinderkönigin ist seit dem 27. Mai Lavinia Innerhof. Ihre Adjudantinnen sind Melina Rinnscheid und Louisa Risch. Die Schützenvögel wurden von Fabian Feldmann gebaut, der in diesem Jahr vom Vorstand zum Schießleiter ernannt wurde. Bemerkenswert ist ebenfalls, dass auch nach dem großen Regen wieder viele Schützenbrüder mit ihren Damen und auch eine große Anzahl Gäste auf dem Schießstand die Schützen mit ihrer Anwesenheit unterstützten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten das Tambourkorps Heggen und der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn. Die „Brandstifter“, fünf Mitglieder des Musikzuges, sorgten am Abend für Unterhaltungs- und Tanzmusik. 

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