Unterstützung für Lebensmittel und Lernutensilien

Plettenberg - Die einen brauchen Lebensmittel, während die anderen Computer zum Lernen benötigen. Aus diesem Grund spenden die Oesterauer Silvestersänger die ersungenen Spenden des Silvestertages in diesem Jahr an die Plettenberger Tafel und die Kinderheimat Oesterau.

Der Leiter der Kinderheimat Oesterau, Peter Jung, konnte sich beim Treffen der Silvestersänger am Freitag über eine Spende von 600 Euro freuen. Von der Höhe des Betrages überrascht, musste er erst einmal überlegen, an welcher „Baustelle“ er und seine Frau Dörte der Betrag einsetzen werden. Seit drei Jahren würde man die Urlaube der Kinder doch noch irgendwie immer hin bekommen. „Da können wir zusätzliches Geld gut gebrauchen. Ebenso wichtig wäre die Anschaffung von Laptops. Von unseren derzeit sieben betreuten Kindern kommen drei in die 7. und 8. Klasse. Lernprogramme und der Umgang mit Computern sind heutzutage sehr wichtig für die spätere Ausbildung.“, erklärte Jung. Über die endgültige Verwendung wird noch entschieden.

Ebenfalls freuen konnte sich die Plettenberger Tafel. Diese gibt seit 2000 Lebensmittel an Berechtigte aus. Das sind neben kinderreichen Familien und Alleinerziehenden auch Sozialhilfeempfänger. Zugekauft werden ständig Grundnahrungsmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Nudeln, Marmelade, Margarine und vieles mehr. Die dafür vorhandenen Gelder sind immer knapp, sodass jede Spende sehr willkommen ist.

Derzeit besitzen 200 Personen einen Sozialschein, mit dem sie für ihre Familien einkaufen können. Im Durchschnitt werden je Sozialschein im Moment zwei bis drei Personen mit Lebensmitteln versorgt. Jeder Einkauf kostet einen Euro.

Hartmut Stresser, ehrenamtlicher Mitarbeiter der Plettenberger Tafel, freute sich daher sehr über die Spende, die ebenfalls 600 Euro betrug. Mit einem symbolischen Scheck von den Silvestersängern Oesterau nahm er die Spende in der Gaststätte Zum Oestertal entgegen. Stresser erzählte, dass die Helfer bis nach Arnsberg fahren, um verwendbare Lebensmittel zu sammeln. Schokolade sei bei den Kindern natürlich heiß begehrt. „Wer zum Beispiel noch original verpackte Weihnachtsmänner zu Hause hat und nicht weiß, wohin damit, kann sie gerne im Sozialzentrum an der Schubertstraße 5 (Halle für Alle) abgeben“, sagt Stresser.

Jörg Neumann, Sprecher der Silvestersänger, berichtete, dass zu Silvester 58 Sänger (im Vorjahr 50 Sänger) in acht Gruppen unterwegs waren. Er freute sich über die positive Entwicklung, die sonst in Plettenberg und Umgebung rückläufig sei: „Wir haben einige junge Leute hinzubekommen. Sogar ein 14-jähriger Mitbürger war erstmals mit Erlaubnis seiner Eltern dabei“, sagt Jörg Neumann. Sonst sei das Mindestalter eigentlich 16 Jahre. Damit war es kein Problem, die Außenbereiche, wie Keuperkusen und Steinhagen zu besingen. Es ist üblich, den Besungenen einen Schnaps auszuschenken. Die Oesterauer sind in diesem Jahr übrignes vom üblichen Korn auf ein „Birnchen“ von einer Sauerländer Brennerei umgestiegen.

Über den Betrag der zusammen gekommenen Spenden freuen sich die Silvestersänger. „Vielleicht liegt es daran, dass die Spendenfreudigkeit nicht nachgelassen hat. Wir danken all’ unseren Nachbarn für das zusammengekommene Geld, mit dem wir nach dem Motto „Aus dem Tal – für das Tal“ soziale Projekte unterstützen,“ sagte Sänger Philipp Wever. Neumann und Wever machten auch auf das Sommerfest der Silvestersänger aufmerksam, das vielleicht mit einer Überraschung für das Tal, gefeiert werden wird.

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