„Kinder sind unsere Zukunft“

Unicef-Mitglieder sammeln Spenden in der Stadtbücherei

Ulla Levermann (li.) und Heike Meier (re.) verkaufen seit Donnerstagnachmittag Weihnachts- und Geburtstagskarten. Mit dem gesammelten Geld werden Unicef-Projekte für Kinder weltweit unterstützt.  

Plettenberg - Vom Krieg zerstörte Städte, verwundete Menschen und mittendrin Kinder, die es nicht anders kennen. Ulla Levermann und Heike Meier machen mit ihrem Unicef-Stand in der Stadtbücherei auf diese katastrophalen Zustände, wie sie in vielen Länder herrschen, aufmerksam und verkaufen passend zur bald beginnenden Adventszeit Weihnachtskarten.

Syrien, Iran, Türkei – die Liste lässt sich traurigerweise noch deutlich weiter ausführen. In Teilen dieser Länder wachsen Kinder in Kriegsgebieten auf, haben nicht genügend zu essen und ihnen fehlen Bildungschancen. Dafür, dass sich diese Zustände bessern und es den Menschen, speziell den Kindern, besser geht, setzen sich die Plettenberger Unicef-Mitglieder in diesen Tagen in der Stadtbücherei ein. „Mache ich mir Gel in die Haare oder nicht? Wir haben hier Luxusprobleme“, machten die Unicef-Damen klar. „Hier üben wir den Ernstfall; in anderen Ländern haben die Kinder den Ernstfall“. „Jede Spende hilft den Kindern“, betonte Levermann im Gespräch. Denn die kleinen Beträge summieren sich. Allein der Verkauf der Weihnachts- und Geburtstagskarten habe im letzten Jahr zusammen gut 3,4 Millionen Euro eingebracht. Projekte gibt es viele. Das Geld würde für Flüchtlingslager, Spiele, Bildung und vieles mehr verwendet. „Bildung ist das Brot der Armen“ Die stellvertretende Bürgermeisterin Martina Reinold besuchte die Damen am Donnerstag. Ein besonderes Anliegen war ihr das Thema Bildung. „Wenn es um Bildung geht, ist jeder Cent wichtig“, sagte sie. Bildung sei das „Brot der Armen“. „Sie ist der Schlüssel im Kampf gegen die Armut“. Menschen ohne Bildung seien manipulierbar, anfällig für religiösen Extremismus und die Binsenweisheiten und Parolen politischer Rattenfänger. Mit Bildung bekämen Kinder nicht nur bessere Berufsaussichten, sondern auch das Rüstzeug, sich eine eigene Meinung zu machen. Reinhold: „Kinder brauchen unsere besondere Unterstützung, nicht nur, weil sie der schwächste Teil der Gesellschaft sind, sondern vor allem auch, weil sie die Zukunft der Gesellschaft sind.“ 

In den nächsten Wochen sind die Mitglieder mit ihrem Stand in der Realschule, der Laurentiuskirche oder der Erlöserkirche zu finden. Der Verkauf von Karten in der Bücherei läuft am Samstag bis 13 Uhr.

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