Unglaublicher Betrugsversuch im Märkischen Kreis

Geldstrafe und Verhaftung für den Verkauf eines Staubsaugers?

Sie wollte nur ihren alten Staubsauger verkaufen - und dann drohten Dörte Kaul-Hentschel Geldstrafe und Verhaftung.
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Sie wollte nur ihren alten Staubsauger verkaufen - und dann drohten Dörte Kaul-Hentschel Geldstrafe und Verhaftung.

Dreister Betrugsversuch im Märkischen Kreis: Eigentlich wollte Dörte Kaul-Hentschel nur ihren alten Staubsauger auf einer Internet-Plattform verkaufen. Am Ende wurde ihr mit Verhaftung und einer hohen Geldstrafe gedroht. Die Geschädigte selbst erzählt von diesem unglaublichen Vorgang.

Plettenberg - Es stinkt, es hört sich äußerst merkwürdig an, und dann ist es passiert: Der Motor meines Vorwerk-Staubsaugers hat es nun hinter sich. Ein „Neuer“ muss her.

Doch bei meinem „Alten“ habe ich noch so viel Zubehör, auch Staubsaugerbeutel, dass wir beschließen, diesen über eine Verkaufsgruppe loszuwerden. Schnell Fotos von allem Zubehör gemacht und dann mit der Preisvorstellung gepostet.

Schon am nächsten Tag erhalte ich die Nachricht eines Interessenten, dass er gerne den Sauger zum Preis von 60 Euro käuflich erwerben möchte und mich bittet, diesen für einen zusätzlichen Betrag von 10 Euro für ihn zu reservieren. Gerne mache ich das.

Dörte Kaul-Hentschel mit dem begehrten Staubsauger.

Dann wird mir mitgeteilt, dass der Staubsauger über Fed-Ex innerhalb der nächsten paar Stunden abgeholt würde. Der Käufer gab an, in Dortmund zu wohnen. Natürlich teile ich mit, dass ich ohne Geld keine Ware rausgeben werde.

Die Antwort kommt prompt, und zwar werde mir Fed-Ex im Umschlag die 70 Euro übergeben und ich dann Zug um Zug den Staubsauger. Damit bin ich natürlich einverstanden und gebe meine Adresse durch, damit Fed-Ex zu mir kommen kann sowie meine Email-Anschrift.

Dubiose Versicherungskosten

Umgehend erhalte ich die erste Mail von Fed-Ex. In dieser Mail wird mir mitgeteilt, dass ich 120 Euro erhalten werde, jedoch vorher einen Link anklicken soll, dass die Versicherungskosten von 50 Euro von mir übernommen werden. Daraufhin habe ich dem Käufer schriftlich mitgeteilt, dass ich von dem Verkauf des Vorwerk-Staubsaugers zurücktrete, da ich auf keinen Fall Kosten für irgendetwas übernehmen werde.

Ich werde dann förmlich bedrängt, den Verkauf so durchzuziehen wie gefordert. Als ich das ablehne, erhalte ich die zweite Mail von Fed-Ex, in der mir mitgeteilt wird, dass der Käufer ein rechtliches Verfahren gegen mich eingeleitet habe und ich umgehend die 120 Euro zu zahlen hätte bis 21 Uhr, anderenfalls würden sie ihren Sicherheitsdienst beauftragen, um mich verhaften zu lassen.

Die französische Gendarmerie kommt

Dies würde eine Sicherheitsverwahrung von fünf Jahren und eine Geldstrafe von 75.000 Euro nach sich ziehen. Und da sie schließlich meine Anschrift hätten, würde die französische Gendarmerie mit der deutschen Polizei zusammenarbeiten.

Auf die Verhaftung warte ich immer noch und ich bin gespannt, wann die Gendarmerie in Plettenberg erscheint.

Betrugsanzeige gestellt

Ich bin dann mit allen Unterlagen zur hiesigen Polizeistation gefahren und habe eine Betrugsanzeige gestellt. Ein Anruf des Betrugsdezernats nach ein paar Tagen ergibt, dass ich völlig richtig gehandelt habe, mich nicht auf diese Forderungen einzulassen.

Es ist eine Bande im Internet unterwegs, die sich ausschließlich auf diese Betrügereien spezialisiert hat. Zum Glück bin ich durch diverse Vorträge bei der Seniorenvertretung durch die Polizei für dieses Thema sensibilisiert und nicht auf diese Masche hereingefallen.

Bitte passen Sie auf, und lassen sich auf keinen Fall auf so eine dubiose Geschichte ein, im Zweifel immer an die Polizei wenden!

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