Umprogrammierung am Lennekreuz mit „OP am offenen Herzen“ verglichen

Die unendliche Ampelschaltung

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Blick aus der Vogelperspektive auf das Lennekreuz, das seinerzeit nicht als Kreisverkehr, sondern als konventionelle Kreuzung geplant wurde. 

Plettenberg - Es erinnert ein wenig an die unendliche Geschichte von Michael Ende, doch immerhin wird die geplante Ampelschaltung am Lennekreuz, über die die Heimatzeitung seit fast einem Jahr berichtet, nicht auch noch zum Sommermärchen.

Eberhard Zimmerschied, Abteilungsleiter für Betrieb und Verkehr bei Straßen.NRW fragte gestern bei dem mit der Umprogrammierung beauftragten Unternehmen SWARCO nach. „Wir haben den Auftrag am 31. Mai erteilt. Die Software ist fertig und wird am 25. Juli geprüft“, betonte der Abteilungsleiter. 

Bevor die neue Software aufgespielt werde, erfolge erst ein aufwändiger Testlauf auf einem Prüfstand in Bochum. Daher habe sich die Inbetriebnahme erneut verzögert. Das bestätigte gestern auch Axel Jehmlich, Einsatzleiter bei SWARCO in Bochum. 

„Das ist schon eine aufwändige Umstellung“, so Jehmlich der diese mit einer „Operation am offenen Herzen“ verglich. Auf dem Prüfstand werde man insgesamt 1500 verschiedene Gefährdungsfälle prüfen. 

„Wir verkaufen Sicherheit und die muss in jedem Fall gewährleistet sein“, sagte Jehmlich. Da die Linksabbieger am Lennekreuz demnächst mit eigener Grünphase und ohne Gegenverkehr über die Kreuzung geführt werden, verändern sich sämtliche Ampelphasen maßgeblich. Und auch die Ampelanlage an sich wird umgebaut und bekommt zusätzliche Signalgeber. 

„Wir werden das Lennekreuz voraussichtlich in der ersten Augustwoche für einen Tag ausschalten, die Umbauten vornehmen und abschließend die geprüfte neue Software aufspielen“, sagte Jehmlich. 

Und dann hat die Geschichte von der unendlichen Ampelschaltung ein Ende gefunden und die Unfälle dort gehören endlich der Vergangenheit an.

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