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Ukraine-Krieg: Erste Flüchtlinge kommen im MK an

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Von: Georg Dickopf

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Die Asylunterkunft an der Ohler Straße in Plettenberg stünde für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine zur Verfügung, erklärt Bürgermeister Ulrich Schulte.
Die Asylunterkunft an der Ohler Straße in Plettenberg stünde für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine zur Verfügung, erklärt Bürgermeister Ulrich Schulte. © Archivfoto: Dickopf, Georg

Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind im Märkischen Kreis angekommen. In Plettenberg wurden die ersten Geflüchteten von Plettenbergern privat aufgenommen. Die Stadt bereite sich aber auch auf eine offizielle Zuteilung von Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet vor.

Plettenberg - Die ersten Menschen aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine haben bereits Plettenberg erreicht. Wie Bürgermeister Ulrich Schulte bestätigte, gab es die ersten Anrufe von Plettenbergern, die Ukrainer bei sich aufgenommen haben. Zudem habe sich eine junge Ukrainerin im Rathaus Rat eingeholt.

Die meisten Flüchtlinge kommen demnach bei Bekannten unter und werden dort auch erst einmal versorgt. Ansonsten steht laut Schulte im Asylbewerberheim an der Ohler Straße Wohnraum zur Verfügung. „Wir können dort auch kurzfristig mehrere Wohnungen und Zimmer zur Verfügung stellen“, sagte Schulte. Laut Städte- und Gemeindebund sei derzeit noch nicht klar, wann es Zuweisungen geben würde. „Aber wir werden die Zeit bis dahin nutzen, um bestmöglich vorbereitet zu sein“, so Schulte. Falls dann nach einer Zuteilung der Platz in den städtischen Unterkünften knapp werde, sei auch ein Aufruf an die Bevölkerung denkbar.

Was die Gewährung von finanziellen Mitteln für die Flüchtlinge angeht, stehe man deshalb auch mit dem Märkischen Kreis in Kontakt.

Nach den ersten Informationen können sogenannte Überbrückungsleistungen nach dem SGB XII gezahlt werden. Langfristig soll das Jobcenter zuständig sein und die Erstattungsansprüche prüfen und bearbeiten.

Wichtig ist laut Bürgermeister Schulte, dass die Ukrainer sich bei der Ausländerbehörde des Märkischen Kreises melden, damit sie eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen. Dies sei Voraussetzung für einen rechtmäßigen Aufenthalt im Land und für die Bewilligung von Leistungen jeglicher Art. Der Krankenversicherungsschutz werde derzeit noch geklärt.

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