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Überraschung: So fällt das Fazit nach der Zeitrausch-Reihe aus

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Von: Johannes Opfermann

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Das Freiluftkino bildete den Abschluss der Zeitrausch-Reihe.
Das Freiluftkino bildete den Abschluss der Zeitrausch-Reihe. © Damschen

Ein durchweg positives Fazit zieht Sylvia Eick nach den Zeitrausch-Veranstaltungen in diesem Sommer: „Die Zeitrausch-Reihe ist sehr, sehr gut angekommen bei den Bürgerinnen und Bürgern.“

Plettenberg - Mit Musik, Kino und Theater sei für jeden Geschmack etwas dabei gewesen. Ob der Wunsch nach mehr davon im kommenden Jahr erfüllt werden kann, hängt ab von dem zur Verfügung stehenden Budget.

Angefangen mit den Konzerten der Queen-Tribute-Band „The Queen Kings“ und von Countrysänger Tom Astor über die Theatervorstellungen von „Julia & Romeo“ (tollMut-Ensemble) und „Odysseus“ (NN Theater) sowie den Kaffeklatsch mit Bingo und Shantychor an der Waterkant bis hin zum abschließenden Sommerkino am Samstag – „A star is born“ – seien es gelungene Veranstaltungen gewesen.

Uneingeschränkt gemeinsam feiern

Keine Probleme, überall ein respektvoller Umgang und ein tolles Miteinander beim gemeinsamen Feiern, so beschreibt Eick den Zeitrausch. Auch mit dem Wetter habe man riesiges Glück gehabt, wobei der regenbedingte Umzug des NN Theaters vom Alten Markt in die Schützenhalle die Ausnahme darstellte. Eick freut sich vor allem über eines: „Es konnte alles uneingeschränkt vor Publikum stattfinden.“ Im vorigen Jahr sei die Situation wegen Corona noch sehr wackelig gewesen, die Zeitrausch-Events von Einschränkungen etwa bei der Zuschauerzahl begleitet.

Die Besucherzahlen seien bei allen Veranstaltungen gut gewesen. „So haben wir es uns gewünscht und so ist es auch gekommen“, so Eick, die auch einen Favoriten unter den Zeitrausch-Events hat: „Gut fand ich alles, aber für mich persönlich waren The Queen Kings das größte Highlight. Die haben die Leute toll mitgenommen.“

Selbst die Veranstaltungen, die geschmacklich das Publikum etwas gespalten hätten – Tom Astor als Country-Sänger oder die „sehr spezielle und moderne“ Shakespeare-Inszenierung „Julia & Romeo“ – waren gut besucht. „Viele Leute sind gekommen und haben sich auf etwas Neues eingelassen, das fand ich sehr schön“, sagt die Geschäftsführerin der Kultour GmbH. Selbst das schlechte Wetter beim „Zeitrausch-Kaffeeklatsch“ an der Waterkant mit Bingo und Shanty-Konzert habe dem Interesse des Publikums nichts anhaben können.

Donnerstagstermin hat sich bewährt

Die Sirenen beim NN Theater, das einmal mehr begeisterte.
Die Sirenen beim NN Theater, das einmal mehr begeisterte. © Damschen

Der Donnerstagstermin für die größten Veranstaltungen habe sich ebenfalls bewährt. „Einen Grund zu verschieben, gibt es nicht.“ Der Donnerstag sei ein guter Tag für die Veranstaltungen, während am Freitag und am Wochenende viele Menschen schon andere Pläne hätten, erklärte sie. Die Kulturveranstaltungen dauerten auch nicht so spät in die Nacht, sodass sie auch von denen, die freitags arbeiten müssten, besucht werden könnten.

Die Wertschätzung der Bevölkerung dafür, diese Veranstaltungen auf die Beine zu stellen und bei freiem Eintritt anzubieten, sei bei den Besuchern durchaus zu spüren gewesen, sagt Eick. Übrigens empfänden auch die Künstler das Plettenberger Publikum als sehr wertschätzend und kämen gern in die Vier-Täler-Stadt, berichtet sie. So habe etwa Tom Astor es als ungewöhnlich im positiven Sinne empfunden, dass sich Bürger nach dem Auftritt noch persönlich bedankt hätten. Angesichts der organisierten Events, für die auch mit Bannern, im Radio und in der Zeitung reichlich Werbung gemacht wurde, könne man eigentlich nicht sagen, dass in der Stadt nichts los sei, wie immer wieder kritisiert werde.

Positive Rückmeldungen

„Wir haben von den Bürgern viel positives Feedback bekommen“, sagt Eick. Auch dass im Laufe der Zeitrausch-Veranstaltungen Wasser kostenlos angeboten wurde, sei von vielen gelobt worden. Im Vordergrund des Lobs standen aber natürlich die Veranstaltungen selbst. „Viele wünschen sich mehr davon im nächsten Jahr.“ Eick hofft, diesem Wunsch nachkommen zu können: „Wir müssen schauen, was wir im Jahr nach dem Jubiläumsjahr machen können.“

Weil Plettenberg 2022 sein 625-jähriges Jubiläum begeht, steht ein größeres Budget für Veranstaltungen zur Verfügung als sonst. In einem normalen Jahr würde für die Sommerveranstaltungen der Zeitrausch-Reihe zwar auch eine sechsstellige Summe ausgegeben, wegen des Jubiläums in diesem Jahr aber doppelt so hoch, erklärt Eick. 2023 fällt diese voraussichtlich wieder kleiner aus. „Wir setzen aber alles daran, Veranstaltungen für alle anzubieten.“

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