Außergewöhnliche Ausstellung wird am Freitag um 18 Uhr eröffnet

Was Sie über „Kunst in der City“ wissen müssen

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Schon allein aufgrund der Versicherung benötigen die Veranstalter der Werkstatt Plettenberg viel Geld für die Ausstellung. Die Sparkasse leistete mit ihrer Spende in Höhe von 1 000 Euro einen großen Beitrag, dass das Projekt realisiert werden kann.  

Wer zeitgenössische Kunst sehen möchte, muss für die nächsten neun Tage nicht mehr weit weg fahren. Plettenberger Geschäfte und Leerstände wurden in den vergangenen Tagen umgestaltet und dienen zehn Künstlern nun als Ausstellungsfläche.

„Geöffnet – Kunst in der City“ heißt die Ausstellung, die am heutigen Freitag um 18 Uhr von den Organisatoren der Werkstatt Plettenberg im Architekturbüro Gärtner (Wilhelmstraße 24) eröffnet wird. 

Es ist ein außergewöhnliches Projekt. Oft hängt Kunst in sogenannten „White Cubes“, also in nüchternen, sterilen Flächen; die Plettenberger Kunstförderer wollen mit dieser Ausstellung aber etwas Besonderes bieten. Ähnlich wie auf der aktuellen Documenta 14 in Kassel übernehmen Künstler leerstehende Flächen, um diese in Orte der Kunst zu verwandeln. Dass so etwas auch in Plettenberg funktioniert, hat die Werkstatt bereits vor zwei Jahren bei der „Freiraum“-Ausstellung in der Firmenhalle der Schmiede Langenbach & Koester bewiesen. Rund 500 Besucher zählte man seinerzeit. 

Nun also die Ausstellung im Herzen der Stadt. Mit dem Architekturbüro Gärtner und Lederwaren Seuster sind zwei Ausstellungsflächen dabei, in denen noch richtig Leben herrscht. Und dann sind da noch das leerstehende Café Ochtendung, in dem allein sieben der zehn Künstler ausstellen werden, und das ‘Haus zur Sonne’, das voraussichtlich nur an diesem Wochenende geöffnet ist und in dem Mitglieder der Werkstatt ihre Werke zeigen werden. 

Den Besuchern bietet sich damit eine ideale Gelegenheit, nicht nur die Kunstwerke zu betrachten, sondern dank der Ausstellung auch einen Blick ins Innere des Haus zur Sonne oder des Café Ochtendung zu werfen. Teilweise befinden sich die Kunstwerke an wirklich ungewöhnlichen Orten: zum Beispiel im gerade mal 1,90 Meter hohen Keller des Architekturbüros Gärtner oder in einem komplett weiß gefliesten Nebenraum im Ochtendung-Obergeschoss. 

Für 18 Uhr ist heute die Eröffnungsansprache im Büro Gärtner geplant, währenddessen und danach werden Getränke gereicht. Um 20 Uhr wird Volker Hauer von der Werkstatt Kurzgeschichten über Kunst im Café Ochtendung vorlesen.

Die Öffnungszeiten für die Ausstellung sind bis einschließlich Sonntag, 30. Juli, freitags und samstags von 11 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr. Bei Interesse will die Werkstatt versuchen, auch separate Termine für das Café Ochtendung unter der Woche einzurichten.

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