Tunnel in Plettenberg gesperrt: Brandmeldeanlage getestet

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Ingo Bresser ist Elektroingenieur und bei Straßen.NRW zuständig für die Betrieb- und Instandhaltung des Tunnels.

Plettenberg - Weil die Brandmeldeanlage im Hestenberg-Tunnel getestet werden musste, war dieser Dienstag Vormittag gesperrt. 

„Bei der Wartung vor etwa zwei Wochen haben wir Mängel an der Anlage festgestellt. Es war allerdings nicht möglich, das sofort zu beheben“, erklärt Ingo Bresser, Elektroingenieur bei Straßen.NRW und ist zuständig für die Betrieb- und Instandhaltung des Tunnels. Am Dienstag ging man dann der Ursache auf den Grund. 

Das System löse zwar bei einem Brand aus und auch die Feuerwehr bekomme direkt automatisch eine Meldung im Brandfall, das Problem seien jedoch die Folgealarme. Es handele sich dabei um Detailmeldungen, die an die Tunnelleitstelle in Hamm gehen. „Im Tunnel sind mehrere Melder. Das kann man sich wie in einem Kaufhaus vorstellen“, erklärt Ingo Bresser. Die Melder leiten die Informationen weiter zum Betriebsgebäude des Tunnels, das sich in der unmittelbaren Nähe befindet. Der Fehler besteht dann in der Übertragung nach Hamm zur Tunnelleitzentrale. Dort kommen zwar auch Detailmeldungen an, jedoch nicht vollständig.

Obwohl die Arbeiten zur Fehlersuche gestern zwar im Betriebsgebäude vorgenommen wurden, musste der Hestenberg-Tunnel in dieser Zeit gesperrt werden. Der Grund dafür war, dass die Brandmeldeanlage dazu abgestellt werden musste und damit auch die Alarmierung zur Feuerwehr abgeschaltet wurde. „Falls es ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt zu einem Feuer im Tunnel kommt, wären die Bürger nicht sicher“, sagte Ingo Bresser. Zudem mussten die Melder im Tunnel auch auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet werden.

Da dem Problem gestern vorrangig auf den Grund gegangen wurde, dies aber noch nicht vollständig behoben wurde, schätzt Ingo Bresser, dass man noch einmal am Tunnel arbeiten muss. Einen Zeitpunkt dafür gibt es jedoch noch nicht.

Insgesamt betreut die Leitzentrale in Hamm 24 Tunnel im westfälischen Raum. Der zweite Standort in Duisburg ist für sämtliche Tunnel im rheinländischen Bereich zuständig.

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