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Tüv-Station zufrieden: Mehrheit der PKW in Plettenberg ohne Mängel

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Hauptuntersuchung beim Tüv Nord
Mit der Hauptuntersuchung (HU) wird sichergestellt, dass nur Fahrzeuge am Verkehr teilnehmen, die einwandfrei funktionieren und fachlich geprüft sind. © Dieter Sieg/Tüv Nord

Insgesamt 56,8 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der Tüv Nord-Station in Plettenberg im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) inspiziert wurden, hatten keine Mängel. Ein gutes Ergebnis, finden die Verantwortlichen, denn: Zusätzlich gab es bei 8,9 Prozent der Fahrzeuge nur geringe Mängel, sodass insgesamt 65,7 Prozent der geprüften Fahrzeuge direkt eine neue Tüv-Plakette erhielten.

Plettenberg – Sorgen macht den Prüferinnen und Prüfern jedoch eine andere Statistik: Bei immerhin 34,3 Prozent der Fahrzeuge wurden erhebliche und gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die begehrte Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Der durchschnittliche Pkw, der am Standort geprüft wurde, war übrigens 10,3 Jahre alt und hatte mehr als 102 000 Kilometer auf dem Tacho.

Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, sei die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln Tüv Nord-weit auf einem konstant niedrigen Niveau. Der insgesamt positive Trend sei in den Augen der Sachverständigen daher Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung. Durch sie würden Autofahrer in regelmäßigen Zeitabständen aufgefordert, sich um den einwandfreien technischen Zustand des eigenen Fahrzeugs zu kümmern – was letztlich zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auf den Straßen beiträgt.

„Wir sind mit den aktuell niedrigen Mängelquoten zufrieden“, sagt auch Wolfgang Schmidt, Leiter der TÜV-Station vor Ort. „Die Sicherheit steigt von Fahrzeug- zu Fahrzeuggeneration, zudem legen die Autohersteller einen Fokus auf die Langzeitqualität.“ Auch Autohäuser und Werkstätten hätten einen Anteil an der häufigen Mängelfreiheit. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer Fachwerkstatt warten lasse, habe bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug. „Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check des Fahrzeuglichts zur Routine wird.“

Licht ist Mängelfaktor Nummer 1

Dass die Beleuchtungsanlage von Fahrenden aktuell noch oft vernachlässigt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht und Elektrik“ in der Statistik erneut vorne. Und das, obwohl zumindest die Kontrolle der Beleuchtungsanlage in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. „Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und moderner Fahrzeugtechnik ihren Anteil“, heißt es von den Tüv-Verantwortlichen. Insgesamt waren laut Tüv-Statistik „Licht und Elektrik“, „Achsen, Räder und Reifen“, „Umweltbelastung“ und „Bremse“ die Mängelgruppen, die am häufigsten aufgetreten sind.

Festgestellt wurde auch: Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Tüv-Termin sind, desto höher ist die Zahl derer, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,1 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es bereits neun Prozent. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Fahrzeugalter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt aktuell bei den Dreijährigen bei 42,941 Kilometern und bei den fünfjährigen Fahrzeugen bei 68.977 Kilometern.

Farbwechsel: Braune Plakette wird rosa

Wichtig: Wer zurzeit noch mit einer braunen Plakette für 2022 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem Tüv geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der Plakette von Braun auf Rosa. Damit ist zum Beispiel für die Polizei direkt erkennbar, wenn der Tüv-Termin überzogen wurde. Nach mehr als zwei Monaten wird ein Verwarngeld fällig, ab dem achten Monat kommt sogar noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln wird die B-Klasse von Mercedes-Benz im Tüv-Report 2023 gelistet, die damit ebenso als Van-Klassensieger glänzt. Auch in zwei anderen Bereichen kann der Stuttgarter Autohersteller mit dem Stern überzeugen: So belegen die A-Klasse im Kompaktsegment und der GLC im Bereich der SUV die Spitzenplätze. Komplettiert wird das Bild mit dem Volvo V40 in der Kompaktklasse sowie dem Honda Jazz und dem Kia Picanto in den Bereichen Kleinwagen und Minis.

Auf den unteren Plätzen im Ranking finden sich je nach Alter der Dacia Logan und Duster sowie der Renault Clio wieder, der im gediegenen Fahrzeugalter zwischen zehn und elf Jahren mit erheblichen Mängeln zu 36,4 Prozent durch die Hauptuntersuchung fällt.

Tüv-Report: Der Tüv-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel detailliert auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder Tüv-Station und im Zeitschriftenhandel zum Preis von 5,90 Euro.

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