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Traditionsreiches Haus fit für die Zukunft: Grün-Dächer, Co-Working und mehr

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Von: Georg Dickopf

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Justin Busch (li.) und Goran Linke haben ihren Firmensitz im frisch sanierten Schadwinkel-Haus und bauen gerade das benachbarte Battenfeld-Haus um. Dort sollen Wohnungen und Coworking-Spaces entstehen.
Justin Busch (li.) und Goran Linke haben ihren Firmensitz im frisch sanierten Schadwinkel-Haus und bauen gerade das benachbarte Battenfeld-Haus um. Dort sollen Wohnungen und Coworking-Spaces entstehen. © Dickopf, Georg

Wer heute vom Eiscafé Sagui aus in die Fußgängerzone geht, dem sticht sofort das frisch sanierte Eckhaus Schadwinkel ins Auge. Dort, wo Familie Wenger einst Bücher und Lottoscheine verkaufte, befindet sich heute der Firmensitz der der Firma ECOplans mit den Geschäftsführern Goran Linke und Justin Busch.

Plettenberg – Auf drei Etagen residiert das Plettenberger Unternehmen, das zukunftsorientierte Konzepte für die technischen Gebäudeausrüstung anbietet, in hochmodernen Büroräumen.

Und zukunftsorientiert ist auch die ab Juli im Obergeschoss geplante Vermietung von sogenannten Coworking Spaces. Der Begriff meint Bürogemeinschaftsräume, die man sich teilt und dabei Synergien nutzt und im besten Fall auch vom Austausch untereinander profitiert.

Einer der ersten Mieter dort wird Dirk Kieslich sein, der mit Steffen Reeder und Oliver Stolzenberg das Startup MyGreenTop gegründet hat. Das Aufdachpflanzsystem für Schrägdächer hat auch Kieslichs Vermieter Justin Busch und Goran Linke überzeugt, die 2021 das Nachbarhaus des Friseurmeisters Reiner Battenfeld erwarben und neben dem neuen Firmensitz stehende Haus derzeit umbauen lassen. „Wir wollen dort drei Wohnungen einrichten. Und weil wir das Dach ohnehin sanieren mussten, haben wir uns für die begrünte Variante entschieden“, sagte Linke, der sich freut, dass die Erfinder der grünen Dachpfannen aus Plettenberg kommen. Schon kurz nach der Installation der mit Sedum und Fetthenne bepflanzten Dachpfannen habe er die ersten Bienen und Schmetterlinge mitten in der Stadt gesehen. Er verspricht sich davon eine gute Kühlung der Wohnungen im Sommer und eine entsprechende Isolierung im Winter und hofft, dass es Nachahmer gibt.

Das Erdgeschoss des Hauses wollen Linke und Busch bei entsprechendem Bedarf ebenfalls als Coworking-Space nutzen. Grundsätzlich seien zwar auch noch andere Nutzungen möglich, doch angesichts von Fördermaßnahmen, die nach einem FDP-Antrag und der Zustimmung der SPD und der anderen Parteien gerade von der Stadtverwaltung geprüft werden, würde man interessierten Arbeitnehmern oder Firmen gerne die Möglichkeit bieten, Büroraum anzumieten. Die gesamte Infrastruktur werde dabei gestellt. Gerade Arbeitnehmern, die aufgrund der A45-Sperrung nicht permanent ins Büro pendeln wollen, könne damit möglicherweise geholfen werden.

Geholfen hat auch das Fassaden-Sanierungsprogramm, das Bild der Innenstadt zu verschönern, denn nun strahlt die gesamte Häuserzeile bis zu 2-Rad-Meyer Bikes and More in neuem Glanz.

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