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625 Jahre Plettenberg: Bewegende Bühnenshow lockt über 300 Gäste in die Aula

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Von: Jona Wiechowski

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15 Ortsteile, zehn Kirchen, 14 Spielplätze: Sängerin Anja Kintscher nannte zum Beginn viele interessante Zahlen.
15 Ortsteile, zehn Kirchen, 14 Spielplätze: Sängerin Anja Kintscher nannte zum Beginn viele interessante Zahlen. © Jona Wiechowski

Toller Gesang, bewegende Geschichten, über 300 Gäste in der Böddinghauser Aula: Mit einer großen Bühnenshow ist Plettenberg am Freitagabend ins 625. Jubiläumsjahr gestartet. Ein Moment war dabei besonders bewegend.

Plettenberg – Der Stadtbrand bildete den szenischen Höhepunkt der ersten Hälfte. Im Jahr 1725 vernichtete das verheerende Feuer 94 Prozent von Plettenberg. Die ganze Aula war in den Farben Orange und Rot getränkt; Kunstnebel wirkte wie Rauch. Mittendrin: Sängerin Anja Kintscher, die verzweifelt Sätze rief wie: „Was sollen wir nur tun? Alles brennt!“

Um die 300 Gäste konnten nach den am Freitag gültigen Corona-Regeln kommen – und die waren auch da. Die eine oder andere Karte konnte an der Abendkasse noch verkauft werden.	FotoS: WIECHOWSKI
Um die 300 Gäste konnten nach den am Freitag gültigen Corona-Regeln kommen – und die waren auch da. Die eine oder andere Karte konnte an der Abendkasse noch verkauft werden. © Jona Wiechowski

Die Show, gemeinsam produziert von der Kultour GmbH und Tussnat Studios, war bewegend, regte zum Nachdenken an, machte Mut. In Videobeiträgen tauchten 18 Plettenberger auf der großen Leinwand auf. Martina Wittkopp-Beine erzählte beispielsweise von den Auswirkungen der Kriege auf Plettenberg, Dörte Kaul-Hentschel von der Arbeit in der Seniorenvertretung und Thomas Jampe vom Bergbau in Plettenberg.

Zum Start der Gala hatte Moderator Sebastian Schulz Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte auf die Bühne gebeten, der den 1. April als „maßgeblichen Tag“ bezeichnete. Denn genau vor 625 Jahren, also am 1. April 1397, habe Plettenberg die Stadtrechte von Graf Dietrich von der Mark überreicht bekommen. „Das war kein schnöder Verwaltungsakt, wie man heute sagen würde“, hob Schulte die Bedeutung dieser Verleihung hervor.

Wieviele Bürgermeister Plettenberg in all den Jahrhunderten hatte – „es waren wohl um die 85“ –, konnte Schulte auf Anhieb auf der Bühne nicht genau sagen. Unter den Gästen begrüßen konnte er mit Klaus Müller aber seinen Vorgänger.

Szenischer Höhepunkt: Kunstnebel sowie die Farben Rot und Orange symbolisierten den Stadtbrand von 1725.
Szenischer Höhepunkt: Kunstnebel sowie die Farben Rot und Orange symbolisierten den Stadtbrand von 1725. © Wiechowski, Jona

Das Publikum konnte sich zum Ende der Gala auf ein großes Finale der Jubiläumsshow freuen: Den Plettenberg-Song sang Anja Kintscher zusammen mit Überraschungsgast Samantha Senn. Großer Applaus!

Über 300 Gäste waren unter den aktuellen Corona-Regeln möglich. Und: „300 sind auch auf jeden Fall da“, freute sich Kultour-GmbH-Geschäftsführerin Sylvia Eick im Gespräch über die gut besuchte Auftaktveranstaltung.

Weiter geht es mit den Jubiläumsevents am Dienstag, 12. April, mit der Premierenlesung von „Der Roman zum Stadtbrand 1725“ mit Autor Udo Weinbörner in der Böddinghauser Aula.

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