Wasserspiele beschlossene Sache

Fontänenfeld für 270 000 Euro für den Alter Markt geplant

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Plettenberg – Nicht nur das Ehepaar Carrels – das an nahezu jeder Ausschusssitzung teilnimmt – auch weitere Anwohner kamen am Mittwochabend ins Rathaus, um sich vorrangig über den Zwischenstand der Innenstadtsanierung zu informieren

Timo Herrmann war dafür extra aus Berlin gekommen, um einen Vortrag zu halten und allen Kritikern schon vor Beginn seiner Präsentation klarzumachen: „Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der ausführenden Firma und finden die Entwicklungen bis jetzt sehr schön!“ Die Gefälle-Situation bezüglich des neuen Pflasters an der Graf-Dietrich-Straße vor Lederwaren Köhler war im Vorfeld viel diskutiert worden (wir berichteten). Das Regenwasser floss nicht in der Mitte des Weges ab, sondern wurde durch ein Gefälle zum Lederwarengeschäft geleitet, sodass die Inhaberin mit dem Wasser im Eingangsbereich zu kämpfen hatte. Diese Mängel seien in der Zwischenzeit beseitigt worden, ließ Timo Herrmann in der Ausschusssitzung verlauten, auch auf nochmalige Nachfrage von Diethardt Küppers. Wer letztendlich auf den Kosten für die nachträglich installierte Aco-Rinne im Eingangsbereich nun allerdings aufkommen muss, blieb im Ausschuss noch offen. Für eine Nachfrage der Heimatzeitung war Timo Herrmann gestern nicht erreichbar und auch nach seinem Vortrag im Rathaus musste er sofort wieder los und konnte deshalb keine Presse-Anfragen mehr beantworten. Dennoch hatten die Einwohner und Ausschussmitglieder noch die Möglichkeit, ihre Fragen an den Landschaftsarchitekten zu stellen. Es ging neben der Gefälle-Situation ebenfalls um die geplanten Mülleinhausungen in der Innenstadt.

Mülleinhausungen

Der erste Vorschlag hatte für einige Diskussionen unter den Kommunalpolitikern gesorgt. In einer früheren Ausschusssitzung waren Fotos gezeigt worden, die eine Art Gittereinhausung zeigten, die nicht gut bei den Plettenbergern ankam. In der Sitzung am Mittwoch präsentierte Herrmann Lösungsvorschläge, die durchaus für gut befunden wurden. Dass damals andere Vorschläge präsentiert wurden, sei auf „Missverständnisse“ zwischen Verwaltung und bbz zurückzuführen. Dennoch waren sich am Mittwoch sowohl die Mitglieder der SPD als auch die CDUler einig, dass man sich noch einmal einen solchen Prototyp, wie er jetzt vorgestellt wurde, anschauen wolle, um die Einhausungen dann in der nächsten Ratssitzung zu beschließen. Die Sonderanfertigung – also die Metall-Variante in einem Bronzeton – sei natürlich teurer als die Gitter-Variante oder eine Variante aus Beton. Deshalb wolle man sich darüber noch einmal beraten.

Fontänen

Die geplanten Wasserspiele in der Innenstadt hatte man bereits schon in der letzten Ratssitzung beschlossen, allerdings noch nicht die genauen Örtlichkeiten und wie sie konkret aussehen werden. Timo Herrmann stellte am Mittwoch noch einmal anschaulich dar, wie das Fontänenfeld (Alter Markt) und die Fontänenhüpfer Wilhelmstraße) genau aussehen werden. Die Hüpfer sollen vor der Hausnummer 9 installiert werden, also zwischen Maiworm Herrenmode und dem Stadtleben. „Es wird zu jeder Seite mindestens einen Abstand von sechs Metern geben. Die Fontänen spritzen auch nur nach oben und der Spritzkreis ist auch nur einen bis maximal 1,50 Meter breit, sodass niemand in der Außengastronomie des Stadtlebens nass gemacht wird“, erklärte Herrmann zu den vorausgegangenen Bedenken. Es handelt sich dabei um Betonpoller, die aus der Erde herausragen. Stellt man sich darauf, betätigt man durch das Körpergewicht eine unterirdische Pumpe, die das Wasser dann aus den entsprechenden Düsen im Boden fontänenartig herausspritzen lässt. Die Kosten betragen in etwa 35 000 Euro brutto, die jährlichen Betriebskosten etwa 2 500 Euro

Wasserspiele

Bei den Wasserspielen im Bereich Alter Markt handelt es sich um eine Bodenfläche mit ungefähr 20 Düsen, aus denen Wasser in unterschiedlichen Höhen nur im Sommer herausgespritzt wird. Im Winter sei die Fläche entsprechend abgedeckt. Die Fläche soll etwa 270 000 Euro plus jährliche Betriebskosten von etwa 10 000 Euro kosten.


Vier-Täler-Brunnen

Der Vier-Täler-Brunnen soll im Großen und Ganzen erhalten bleiben, aber umgestaltet werden und für Kinder besser begehbar gemacht werden. Außerdem sollen die Bürger mit einer Sitzgelegenheit am Wasser sitzen können. Kostenvolumen: etwa 245 000 Euro plus Betriebskosten von jährlich etwa 10 000 Euro.


Trinkbrunnen

Trinkbrunnen sollen am Alten Markt, am Obertor, Untertor, und in der Neue Straße in der Nähe von Bänken aufgestellt werden.

Spielgeräte

Timo Herrmann stellte am Mittwoch noch weitere Spielmöglichkeiten vor. An der Neue Straße schlage das bbz vor, ein Klettergerüst in Form eines Würfels aufzustellen (36 000 Euro), dafür müssten allerdings vier Pkw-Stellplätze weichen. Des Weiteren sind ein Holz-Wildschwein und ein Holz-Schaf als Spielgeräte für die Fußgängerzone geplant. Auch einige Wipp-Geräte könne man darüber hinaus vor der Bücherei, am Graf-Engelbert-Brunnen, am Untertor, am Obertor und am Vier-Täler-Brunnen installieren. In der nachgezogenen Einwohnerfragestunde kam die Frage auf, ob die Planungen alle schon beschlossen worden seien. Martina Reinhold (SPD), stellte daraufhin klar: „Dass die Wasserspiele kommen, ist beschlossene Sache. Zu allen anderen Dingen und Standorten werden wir uns jetzt schnellstmöglich entscheiden“, erklärte sie einer Anwohnerin.

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