Realschüler nehmen an Projekt zum Thema teil  

Theater und Workshops zum Thema „häusliche Gewalt“

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Plettenberg - In 2016 entstand die intensive Kooperation des Plettenberger Turnvereins (PTV), in Person von Winfrid Schulte (erster Vorsitzender) mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Plettenberg, Mareike Masuch. 

Gemeinsam nahm man den Bereich „häusliche Gewalt“ in den Fokus und setzte sich gegen Gewalt an Mädchen, Jungen und Frauen ein.

Die Selbstbehauptungskurse für Frauen und Kindergartenkinder zeigten den Teilnehmenden unter anderem schnell, mit welchen Körperhaltungen man Selbstbewusstsein ausstrahlt und mit welchen nicht. Ein Quizstand gegen Gewalt auf der Plettenberger Woche und Infoabende wurden von Männern und Frauen gleichermaßen besucht. Mit diesen und anderen Aktivitäten bewarb sich die Kooperation beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und nahm an dem Wettbewerb 

„Starke Netze gegen Gewalt“ teil. Im November wurde das Team, bestehend aus Mareike und Norbert Masuch, Selbstbehauptungstrainerin Noel Schulte und Winfrid Schulte in Berlin geehrt. Das dort vergebene Preisgeld für die Wettbewerbssieger des DOSB belief sich auf 5 000 Euro. Gemeinsam mit der Gesprächsrunde gegen häusliche Gewalt in Plettenberg unterstützt die Kooperation mit diesen finanziellen Mitteln nun weitere Projekte, die der Sensibilisierung und Aufklärung dienen. 

Gesprächsrunde „häusliche Gewalt“

 Die Gesprächsrunde gegen häusliche Gewalt besteht bereits seit 2010. Neben der Gleichstellungsbeauftragten finden sich dort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sozialen Institutionen, wie zum Beispiel des Opferschutzes der Polizei und des Diakonischen Werks. Nach einigen Recherchen entschieden sich die Fachleute, mit dem Forum- und Präventionstheater „Mensch! Theater“ aus Essen zusammenzuarbeiten. „Mit dem Leiter der Realschule, Jochen Weber, und Beratungslehrerin Nina Bernert, haben wir engagierte Partner gefunden, die das präventive Theaterprojekt mittragen und unterstützen“, erklärte Gleichstellungsbeauftragte Mareike Masuch bei der Projektabstimmung am Montag in der Realschule. 

Die Theaterpädagogen aus Essen werden am Mittwoch, 18. Oktober mit den achten Klassen der Geschwister-Scholl-Realschule in der Aula den Blick auf das Thema häusliche Gewalt lenken. „Nach der Aufführung werden zudem Wokshops gebildet, um mit den Schülerinnen und Schülern tiefer in die Thematik einzusteigen“, freut sich Nina Bernert, die Aufklärung wichtig findet. Während des Theatertages werden verschiedene Institutionen die Gelegenheit wahrnehmen, sich den Jugendlichen vorzustellen. 

Neben dem mehrsprachigen und kostenfreien „Hilfetelefon Gewalt“ Tel. (0 80 00) 11 60 16 gibt es nämlich auch in der nahen Umgebung Einrichtungen, die denjenigen helfen, die von Gewalt betroffen sind. 

Beratungsmöglichkeit an der Bahnhofstraße 

„Auch wir bieten an der Bahnhofstraße entsprechende Beratungsmöglichkeiten an“, erklärt Diplompsychologin Claudia Petri vom Diakonischen Werk und Teilnehmende der Gesprächsrunde gegen häusliche Gewalt. Die Lehrerschaft freut sich bereits auf diesen „etwas anderen“ Schultag, von dem alle profitieren werden. - Zoran Grete

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