Basalt als Retter des bestehenden Pflasters?

Plettenberg - Nicht nur das mögliche Absägen einiger Bäume, auch der geplante Austausch des Pflasters in der Innenstadt trifft bei manchen Plettenbergern nicht gerade auf Gegenliebe. Wird das Zentrum im kommenden Jahr saniert, könnte das bestehende Melaphyr-Pflaster aber vielleicht sogar in Teilen erhalten werden – dank vietnamesischem Basalt.

Dieser ist ebenso wie die weiteren zur Auswahl stehenden Materialien für die künftige Pflasterung der Innenstadt auf der Testfläche vor dem ehemaligen Postamt am Maiplatz zu begutachten. Hier ist zum Vergleich auch das Kleinsteinpflaster aus dem Bestandsmaterial (Melaphyr) der heutigen Fußgängerzone eingelassen worden

 Da Teile des bestehenden Pflasters bereits beschädigt sind, könnte als Alternative zum Melaphyr der vietnamesische Basalt mit ähnlicher Farbe verlegt werden. Vorteile seien hierbei laut Stadtverwaltung unter anderem eine nachhaltige Verwendung des Bestandsmaterials sowie die Bewahrung des Ortsbildes.

Ebenfalls zur Auswahl steht die helle Variante aus Granit. Als robuste Gesteinsart sei Granit besonders langlebig. Allerdings handelt es sich hierbei um ein eher ortsuntypisches Material.

Grundsätzlich könnten Materialien und Verlegemuster untereinander kombiniert werden. Die Steine würden gesägt oder fein gebrochen. Wegen der ebenen Oberflächen entstünden keine Barrieren.

Die Proben der auf dem Maiplatz angelegten Musterfläche wurden so angelegt, wie später die Innenstadt gestaltet werden soll: Mittig liegt jeweils das Mobilitätsband mit der Entwässerung. Umgeben wird dieses von Kleinsteinpflaster. Auf der Seite zum Parkplatz auf dem Maiplatz wird die Musterfläche von Betonsteinpflaster ergänzt.

Mobilitätsstreifen und Entwässerungselemente sollen sich farblich und vom Material her dem Kleinsteinpflaster anpassen. Das Mobilitätsband wird mit großen geschliffenen oder sandgestrahlten Platten verlegt, was für eine einfache Begehbarkeit sorgen soll. Gleichzeitig sollen die Mobilitätsbänder als Orientierungshilfe dienen.

Als erstes Ausstattungselement wurde zudem eine Lichtstele installiert. Der gewählte Typ sei dabei besonders flexibel hinsichtlich zusätzlicher Ausstattung. Module für W-Lan, Effektstrahler sowie weitere Anschlüsse könnten auch nachträglich montiert werden. Als Leuchtmittel sollen dann besonders sparsame und langlebige LED genutzt.

Weitere Informationen zu den Materialien und Ausstattungselementen können auf der Homepage der Stadt eingesehen werden (www.plettenberg.de/entwurfsplanung). Der Stand der Unterlagen entspricht dabei aber noch dem der Bürgerversammlung vom Juli 2017, ergänzt um Unterlagen zum Bürgerforum vom 12. Oktober.

Eine offizielle Begehung der Musterflächen findet am Samstag, 6. Januar, um 11.00 Uhr statt. Neben den Ratsmitgliedern sind hierzu alle interessierten Bürger eingeladen. Bei Rückfragen stehen die Fachbereiche Hoch- und Tiefbau (tiefbau@plettenberg.de) sowie Stadt- und Umweltplanung (planungsamt@plettenberg.de) zur Verfügung.

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