Die Tage nach dem Sturmtief Friederike in Plettenberg

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Plettenberg - Das Sturmtief Friederike ist vorüber und hat Spuren in Plettenberg hinterlassen. Die Versicherungen haben nun alle Hände voll zu tun, um die Schäden ihrer Kunden zu begutachten. Plettenberg ist im Vergleich zu anderen Kommunen im Kreis allerdings noch gut weggekommen.

Elf Stunden lang war die Feuerwehr am Donnerstag bei weit über 30 Einsätzen vor Ort. Der größte Teil der Feuerwehrkräfte konnte am frühen Abend gegen 18 Uhr aufatmen, denn dann war alles vorüber. Lediglich die Kräfte der Feuer- und Rettungswache und die Einheit Stadtmitte waren noch auf der Hochbrücke in Eiringhausen im Einsatz. Hier verlor ein Auto aufgrund eines Motorschadens Öl.

Die K8 zwischen Burg und Erkelze und die L 697 (Affelner Straße) ab Ortsausgang Eiringhausen in Richtung Affeln bis zum Ausspann mussten Donnerstag wegen umgestürzter Bäume komplett gesperrt werden. Beide Straßen wurden gestern im Verlauf des Tages jedoch wieder frei gegeben.

Auf den Zugverkehr in Plettenberg hat sich der Sturm nicht gravierend ausgewirkt. Abellio meldet, dass auf der Strecke Hagen-Siegen die Züge weitgehend planmäßig fahren, nur vereinzelt sei mit Verspätungen zu rechnen.

Auch gestern gab es noch einiges für die Feuerwehr zu tun. An der Dürerstraße musste ein Baum von der Löschgruppe Holthausen entfernt werden, da dieser in Schräglage stand und drohte jeden Moment umzufallen. An der Allendorfer Straße waren zwei Bäume noch nachträglich auf die Straße gestürzt, nachdem es geschneit hatte und diese der Schneelast nach dem Sturm nicht mehr standhalten konnten. Die Feuerwehr zieht insofern ein positives Resümee, als dass keine Menschen oder Tiere bei den Einsätzen verletzt wurden.

Materiellen Schaden gab es jedoch schon. „30 wurden uns seit Donnerstag gemeldet. Es werden Anfang der Woche aber vermutlich noch mehr“, sagt Axel Sedlatschek von der Provinzial Versicherung in Eiringhausen. Bei den Schäden handele es sich zum Beispiel um beschädigte Gartenhäuser, Dachpfannen, Kaminplatten oder umgestürzter Bäume. Die meisten Schäden lägen bei rund 1 000 Euro, sodass die Versicherung diesen selbst vor Ort begutachtet. In manchen Fällen sind auch mehrere Begutachtungen nötig. Bei einem Schaden über 2 000 Euro müsste hingegen ein Sachverständiger hinzugezogen werden.Materiellen Schaden gab es jedoch schon. „30 wurden uns seit Donnerstag gemeldet. Es werden Anfang der Woche aber vermutlich noch mehr“, sagt Axel Sedlatschek von der Provinzial Versicherung in Eiringhausen. Bei den Schäden handele es sich zum Beispiel um beschädigte Gartenhäuser, Dachpfannen, Kaminplatten oder umgestürzter Bäume. Die meisten Schäden lägen bei rund 1 000 Euro, sodass die Versicherung diesen selbst vor Ort begutachtet. In manchen Fällen sind auch mehrere Begutachtungen nötig. Bei einem Schaden über 2 000 Euro müsste hingegen ein Sachverständiger hinzugezogen werden.

Der Baum hat das Haus der Familie Groll in Leinschede nur knapp verfehlt. Ein Geländer wurde von dem umgestürzten Baum beschädigt. Das passierte zwar schon am 3. Januar, nachdem der Baum jedoch weggeräumt ist, begutachtete Axel Sedlatschek gestern den Schaden erneut.

Dem stimmt auch Justin Westendorf, Versicherungsberater bei der Provinzial Versicherung Nahrgang, Bohnes und Schneider, zu. Mehrheitlich seien es kleinere, in Einzelfällen aber auch Schäden über 50 000 Euro. Er schätzt, dass sich bereits rund 50 Kunden bei der Versicherung gemeldet haben und es noch mehr werden.

Bei der Allianz-Versicherung Archondakis ging es gestern noch eher ruhig zu. „Es werden noch einige in den nächsten Tagen kommen“, vermutet Versicherungsberater Sebastian Dorn. Plettenberg sei relativ gut bei dem Sturm weggekommen. Durch Gespräche mit Kollegen habe er mitbekommen, dass Werdohl und Lüdenscheid schwerer betroffen seien.

Einig sind sich die Versicherungen darin, dass die Schäden wesentlich geringer sind, als nach Kyrill, aber auch mehr als nach dem Sturmtief Burglind am 3. Januar. Abgedeckt werden die Sturmschäden am Haus übrigens durch eine Gebäudeversicherung. Das beinhaltet neben den Schäden auch die Aufräumkosten, wenn ein Baum umgestürzt ist. Erst, wenn es durch einen Schaden z. B. in das Haus rein regnet, greift die Hausratversicherung. „Wenn durch den Sturm allerdings Dachpfannen auf ein Auto fallen, trägt nicht der Hausbesitzer die Verantwortung. Das ist ein Irrglaube“, sagt Sedlatschek. Schließlich könne der Hausbesitzer nichts für den Sturm: In dem Fall zahle die Teilkaskoversicherung.

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