Sundheller Schlagloch-Allee: Schützen suchen nach einer Lösung für die Zuwegung zum Vereinsheim

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So idyllisch wie auf diesem Bild von gestern Mittag wirkt der Fußweg auf der Sundhelle vermutlich nur im Winter. Sobald Eis und Schnee geschmolzen sind, kommen die Schlaglöcher wieder zum Vorschein.

Plettenberg -  Steigende Mitgliederzahlen können aktuell nicht viele Vereine aufweisen. Auf der Sundhelle hingegen scheinen die Uhren anders zu ticken – in vielerlei Hinsicht, wie der Vorstand bei der Jahreshauptversammlung immer wieder mit Stolz behauptete.

Nicht genug, dass sich im Vorjahr die Sportschützen und auch die Offiziere über Zuwachs freuen konnten. „Auch ganz normale Menschen haben Lust, mit uns zu feiern“, sagte der Vorsitzende Peter-Dirk Heese zur Erheiterung der Teilnehmer. Augenzwinkernd ergänzte er: „Dieser Verein ist schon etwas ganz Besonderes.“

In seinem Bericht ging der Vorsitzende neben vielen erfreulichen Entwicklungen auch auf das Sorgenkind der Sundhelle ein: die Zuwegung zum Vereinsheim. Diese beginnt mit einer schmalen Rampe in Höhe der Kleingärtneranlage und mündet nach steilem Anstieg und Kurve in eine Schlagloch-Allee. Diese werde nicht nur von motorisierten Besuchern genutzt, die ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Schützenheim abstellen, sondern auch von vielen Fußgängern. Für sie sei die Nutzung des Weges vor allem in den dunklen Abendstunden ein Wagnis.

Die Schützen hatten im letzten Jahr versucht, die Löcher zu stopfen und den Weg zu glätten. „Das ist leider misslungen“, gab Heese zu. Der Vorstand sei dringend auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem und für Hinweise dankbar.

Mit dem Zustand des Vereinsheims zeigte sich der Vorsitzende hingegen äußerst zufrieden. Das Gebäude sei dank vieler Arbeitseinsätze gut in Schuss. In erster Linie dankte Heese den Offizieren, die sich auch im vergangenen Jahr aufopferungsvoll um das „Wohnzimmer“ der Schützen gekümmert haben. Oberst Thomas Baußmann gab jedoch zu bedenken, dass die Arbeit durch nächtliche Besucher erschwert werde, die nach ihren Zechgelagen beschmierte Fassaden, zerbrochene Flaschen und zerstörte Laternen hinterlassen.

Ob Moorhuhnschießen, Eierschießen oder auch das Sportschießen – die Angebote des Vereins werden gut genutzt. Dies verdeutliche auch der Anstieg der Mitgliederzahl auf aktuell 178.

Herzstück des Vereinslebens bleibt das Schützenfest, das auf der Sundhelle stets am letzten Juli-Wochenende gefeiert wird. Weil sich der Andrang an Königsanwärtern in den Vorjahren in Grenzen gehalten hatte, gab Peter-Dirk Heese den Schützen mit auf den Weg: „Es wird auch in diesem Jahr ein Vogelschießen geben.“

Eine Neuerung für das Schützenfest steht bereits fest: Erstmals wird der Feuerwehr-Musikzug aus der Nachbargemeinde Herscheid das Fest musikalisch begleiten. Ebenfalls neu wird der gemeinsame Schützen-Winterball im kommenden Jahr sein. „Die Vereinsvorstände haben sich Gedanken gemacht, wie die Terminhäufung entzerrt werden kann“, erklärte Peter-Dirk Heese die Hintergründe.

Drei Köpfe, 100 Jahre Vereinstreue

Persönliche Worte des Dankes richtete der Vorsitzende Peter-Dirk Heese an drei Jubilare der Schützen. Seit 25 Jahren gehört Timo Duschek dem Verein an. „Immer fleißig, immer zum Wohl des Vereins“, sagte Heese, der Duscheks Verdienste als Schießwart, Fahnenoffizier und Musiker beim Biergericht hervorhob. Ebenfalls 25 Jahre Sundheller Schütze ist Stefan Igel. „Du hast beim Eintritt in den Verein deine ganze Familie mitgebracht“, erinnerte der Vorsitzende. Er lobte Igels Engagement in Reihen der Offiziere und seine Bereitschaft, mit dem Amt des Kassierers eine wichtige Funktion im Vorstand zu übernehmen. Bereits seit 50 Jahren hält Heribert Schaub den Sundhellern die Treue. Als 16-Jähriger war er in den Verein eingetreten; im Jahr 1972 errang er die Königswürde. Neun Jahre später wurde er als zweite Schützenkaiser auf der Sundhelle gefeiert. Weil Schaub nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, soll dessen persönliche Ehrung nachgeholt werden.

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