Stricken kann nicht nur Oma - Kreative Runde lädt zum Handarbeitsnachmittag ein

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Die Kreativrunde trifft sich alle 14 Tage im Café Erlental, um gemeinsam zu stricken, häkeln und anderen Handarbeiten nachzugehen. Das nächste Treffen, zu dem jeder eingeladen ist, findet am Montag, 4. Juni, statt.

Plettenberg - Nähen, Stricken, Häkeln – das können nicht nur Senioren, sondern auch bei jüngeren Leuten wird dieses Hobby immer beliebter. Das zeigt auch der kreative Handarbeitskreis, der sich regelmäßig im Landcafé Erlental trifft.

Initiiert wurde der Treff, der regelmäßig alle 14 Tage montags ab 17 Uhr stattfindet, von Beate Brune. Diese ist selbst begeisterte Herstellerin von Perlenschmuck, einem Hobby, dem sie seit 2013 nachkommt. Sie sagt dazu: „Mein Hobby ist meine Therapie.“ Langeweile kenne sie nicht.

Bereits im Kindesalter brachte ihre Oma ihr verschiedene Handarbeiten bei. Üblicherweise waren dies Stricken, Häkeln, Sticken, Nähen und Basteln. Was sie als Kind beziehungsweise Jugendliche noch eher als langweilig und altmodisch empfand, ist heute zum neuen Trend geworden. Das Internet zeigt, dass insbesondere Handarbeit bei den Jüngeren im Trend liegt und ein Gegenpol zur digitalisierten Welt darstellt. Doch generell scheinen viele Menschen Massenprodukte satt zu haben und sich mehr Individualität und „mit Liebe Gemachtes“ zu wünschen, ohne auf ein gut aussehendes Ergebnis verzichten zu wollen. Ob Nähen, Basteln oder Häkeln: Dem Begriff „Handmade“ ist in den letzten Jahren eine enorme Aufwertung widerfahren.

Angesprochen wurde Beate Brune auf einem Kreativmarkt von interessierten Frauen, die nicht länger allein vor sich hin werkeln wollten. Die meisten von ihnen machen seit ihrer Kindheit eine kreative Arbeit, aber auch diejenigen, die erst kürzlich Gefallen an diesem Hobby gefunden haben, sind beim kreativen Nachmittag gern gesehen.

Nach einiger Vorplanung wurde der kreative Nachmittag begeistert aufgenommen. Gemütlich und zwanglos soll es bei dem Treffen einhergehen, bei dem gestrickt, gehäkelt, genäht, gebastelt, gemalt oder einem anderen Hobby nachgekommen werden kann. 17 Uhr ist Beginn, das Ende wird nach den Wünschen der Teilnehmer bestimmt. Auch ein späteres Erscheinen ist dadurch möglich.

Der Kreativität der Gruppe sind keine Grenzen gesetzt und beim gemeinsamen Werkeln hilft man sich auch gegenseitig.

Flexibilität zeigten die Damen auch beim letzten Montagstreff. Da war das Wetter viel zu schön, um drinnen zu sitzen. Unterm Sonnenschirm genoss man Kaffee und Kuchen, gönnte sich einen Eisbecher und schwatzte über verschiedene Themen, währenddessen die Handarbeiten gut voranschritten. Was den Frauen an diesem Treffen besonders gut gefällt? „Ich bin nicht alleine und wenn ich mal nicht weiter weiß, gibt es immer jemanden, der mir helfen kann oder einen guten Tipp gibt.“ Eine andere Teilnehmerin sagte: „Das ist hier ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir lernen voneinander und bringen anderen etwas bei. Das Miteinander ist schön.“ Und zeigt gleich ihr nachgefertigtes Handarbeitsexemplar, das sie von einer türkischen Teilnehmerin gezeigt bekommen hatte.

Auch wenn zurzeit ausschließlich Damen vor Ort erscheinen, ist den Männern der Zutritt nicht verwehrt. Diese müssen sich nur trauen.

Man könnte fast sagen: Handarbeiten ist das neue Yoga. Das Selbermachen macht Spaß, bietet Entspannung, lenkt ab vom Alltagsstress und macht stolz auf die eigenhändige Produktion. Handarbeit macht glücklich, weil sie ein sichtbares Produkt der eigenen Anstrengung und damit auch ein relativ schnell erreichtes Erfolgserlebnis liefert. Und das wird bei den Damen auch ausgiebig bewundert und vielleicht auch nachgearbeitet.

Das nächste Treffen im Landcafé Erlental findet auf Grund des Feiertags am kommenden Montag, 21. Mai, erst wieder am 4. Juni, ab 17 Uhr statt und dann wieder alle 14 Tage. Nähere Informationen gibt Beate Brune unter der Telefonnummer (0 23 91) 5 31 83 oder unter 01 52 28 64 48 35 sowie Katja Krah unter der Rufnummer 0 17 16 19 19 12.

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