Bahnüberquerung in Ohle: Baustart 2021

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Die alte Fußgängerbrücke neben dem Aldi-Markt in Ohle soll im März 2021 abgerissen werden.

Plettenberg – Die Überquerungslösung der Bahngleise in Ohle war das Hauptthema der letzten Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses in der vergangenen Woche.

„Seit 2002 beschäftigen wir uns im Ausschuss mit diesem Thema, es hat lange gedauert – jetzt haben wir aber erste Ergebnisse“, erklärte Bauamtsleiter Sebastian Jülich zu den Planungen. 2017 habe es eine Planungsvereinbarung mit der Bahn gegeben. Es musste erst einmal geklärt werden, wer was bezahlt. Nun soll das komplette Vorhaben durch drei Beteiligte geteilt werden – durch die Bahn, die Stadt und den Bund. Bisher gibt es einen Bahnübergang direkt neben dem Aldi-Markt. 

Die bisher reine Fußgängerüberquerung kommt weg. Dafür soll an dieser Stelle eine große Straßenbrücke gebaut werden, die die Verkehrsteilnehmer von der Lennestraße kommend mit den Straßen Am Friedhahn/ Am Stübel und dem Wohngebiet Ölmühle verbinden soll. Integriert werden soll außerdem ein seitlicher Fußgängerstreifen.

 Im ersten Schritt wird die jetzt bestehende Fußgängerbrücke abgebrochen – Jülich rechne mit einem Beginn „in der Nacht vom 5. auf den 6. März 2021“, verkündete er bei der Planungs-Vorstellung im Rathaus. Anfang Juli 2021 soll der Baustart erfolgen, angefangen mit dem Überbau und dem anschließenden Straßenbau. „Etwa im vierten Quartal 2021 sollen die Arbeiten an der Brücke neben am Aldi abgeschlossen werden“, so Jülich. Mitte 2021 geht es dann am Bahnübergang Nordstraße/ Friedhahn/ Stübel weiter.

 Dort soll der jetzige Bahnübergang wegfallen, aufgrund von häufigen technischen Störungen in den letzten Jahren. An dieser Stelle sollen Mitte 2021 die Bauarbeiten für eine neue Fußgängerbrücke beginnen, die mit einer Treppe plus einer barrierefreien Variante durch eine Rampe entstehen soll. „Diese Arbeiten sollen Ende November 2021 fertiggestellt werden“, erklärt Jülich dazu. Für die Baumaßnahmen muss die Bahnstrecke zeitweise gesperrt werden. Dann soll es einen Schienenersatzverkehr geben. Das Gesamtkostenvolumen schätzte Jülich – großzügig bemessen – auf etwa 7 Millionen Euro. Da die Kosten gedrittelt werden, und für den Anteil, den die Stadt tragen müsse, schon ein Zuschuss von 80 Prozent beantragt worden sei, blieben die Kosten überschaubar. 

Mit dem Ausschreibungsbeginn für die Baufirmen plant Jülich frühestens in einem Jahr. Fest stünde aber schon, dass auch ein Ingenieurbüro die Baumaßnahmen begleiten soll. „Da es sich hierbei auch größtenteils um Bahntechnik handelt, brauchen wir Experten, die sich vernünftig mit der Materie auskennen. Dazu fehlt uns einfach das Know How“, so der Bauamtsleiter. Die Frage, ob es eventuell im Bereich Ölmühle zu Anwohnerbeiträgen kommen könnte, verneinte Jülich. In der Richtung sei bislang nichts geplant

. Er verwies aber die Einwohner aus Ohle, die zur Ausschusssitzung gekommen waren, auf eine Bürgerversammlung. „Es steht lediglich die grobe Planung für das Bauvorhaben 2021. Wir werden zeitnah noch eine öffentliche Versammlung für die Anwohner veranstalten. Dabei können dann detailliert Fragen gestellt werden“, versprach Sebastian Jülich allen Interessierten.

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