So stellt sich die SPD Plettenberg für die Kommunalwahl auf

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Plettenberg -  Für die Kommunalwahl im September stellen sich die Plettenberger Sozialdemokraten geschlossen hinter Amtsinhaber Ulrich Schulte als Bürgermeisterkandidaten. Außerdem bestimmte die SPD bei der Versammlung des Ortsvereins am Montagabend die Wahlkreiskandidaten.

Bei seiner Begrüßungsrede im Gasthaus „Zur Post“ in Ohle erinnerte Ortsvereinsvorsitzender Stefan Langenbach daran, dass man sich eigentlich schon am 14. März zur Kandidatenkür habe treffen wollen, dann sei aber die Corona-Pandemie dazwischen gekommen. „Das Leben, so wie wir es kannten, hat sich innerhalb kürzester Zeit verändert“, sagte Langenbach und verwies auf Kurzarbeit und Gewerbesteuerausfälle von mehr als 50 Prozent, dazu Maskenpflicht, geschlossene Spielplätze und abgesagte Veranstaltungen.

„Jetzt nimmt das gesamtgesellschaftliche Leben wieder Fahrt auf, und der Ruf nach einer starken, verlässlichen Politik, die uns krisenfest und zukunftsorientiert durch diese herausfordernde Zeit manövriert, ist laut zu hören.“ Hier sei die SPD gefragt, deren solider Arbeit in den vergangenen Jahren es zu verdanken sei, dass Plettenberg trotz aller Härten gefestigter dastehe als andere Kommunen. Auch die nächsten fünf Jahre wolle die SPD gemeinsam mit den Bürgern gestalten und dabei eine klare Zukunftsperspektive aufzeigen. Plettenberg werd mehr sein als nur die Industriestadt im Grünen – zum Beispiel eine mobilitäts-, wirtschafts- und familienfreundliche Stadt. Am 13. September werde entschieden, ob Plettenberg eine verbindliche und krisenfeste Politik behalte. Dazu habe man eine Reserveliste aufgestellt, die eine Mischung aus langjährig aktiven Kommunalpolitikern und jungen Kräften darstelle, die einen frischen Wind einbringen wollen. Dabei seien alle Altersgruppen auf Augenhöhe eingebunden.

Während der Wahl der Direktkandidaten für die Wahlkreise, bei dem die 26 Wahlberechtigten coronabedingt nur einzeln zur Wahlurne gingen – eine Schlange sollte sich nicht bilden – ließ Bürgermeister Ulrich Schulte seine erste Amtszeit Revue passieren. Viel habe sich in den vergangenen fünf Jahren verändert, von der Eröffnung des P-Centers, über den Streit mit Attendorn um den Modepark Röther, bis hin zum Eigentümerwechsel des Krankenhauses. „Ich bin froh, dass wir das Krankenhaus mit Radprax in gute Hände übergeben konnten“, sagte Schulte, doch neben der klinischen sei auch die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung ein wichtiges Thema. Es sei zudem wichtig gewesen, das kulturelle Angebot durch die Gründung der KulTour GmbH zu bündeln.

Persönlich freute sich Schulte zudem darüber, dass man durch einen Flächentausch mit Bauer Schulte in Köbbinghausen die Voraussetzung geschaffen hat, das dortige Gewerbegebiet in Richtung Hüinghausen erweitern zu können. Andererseits ärgere er sich, dass es in fünf Jahren nicht gelungen sei, die Elsetalentlastungsstraße zu verwirklichen. Dies sei ein Projekt für die Zukunft, ebenso wie die Vermarktung der Dura-Flächen.

Es müsse aber auch Wohnraum in Plettenberg geschaffen werden, so Schulte: „Es gibt viele Baulücken in Plettenberg, die wir schließen können.“ Auch auf Breitbandausbau und Innenstadtsanierung sprach Schulte an, letztlich müsste man aber auch den städtischen Haushalt sanieren, denn die Überschüsse der vorigen Jahre seien durch die Corona-Pandemie wieder aufgebraucht. Auch die langfristigen Folgen für die Plettenberger Betriebe müsse man abwarten. Für Schulte war angesichts der vielen noch anstehenden Aufgaben klar: „Ich bin noch nicht fertig. Fünf Jahre reichen nicht aus, um das umzusetzen, was man umsetzen möchte.“ Per Akklamation votierte die SPD einstimmig für Schulte als Bürgermeisterkandidaten. Auch die Direkt- und Reservelistenkandidaten wurden überwiegend einstimmig gewählt, nur bei einzelnen Kandidaten gab es jeweils eine Gegenstimme.

Die SPD-Kandidaten für die Wahlbezirke

  • WB1 (Himmelmert/Kückelheim): Corina Adolphy
  • WB2 (Lettmecke/Oesterau/Oesterhammer): Jürgen Beine
  • WB3 (Beiese/Ratschelle/Stadtmitte): Bernd Paulus
  • WB4 (Sundhelle): Dirk Finder
  • WB5 (Holthausen-Bruch/ oberes Elsetal): Jörg Thilo Schmidt
  • WB6 (Holthausen): Martina Reinhold
  • WB7 (Hechmecke): Lutz Grehlich
  • WB8 (Hestenberg/Zeppelinstraße): Sebastian Rötz
  • WB9 (Oberes Grünetal/Landemert): Stefan Langenbach
  • WB10 (Mittlere Grüne/Bracht): Renate Chowanetz
  • WB11 (Unterstadt/Weide/Kersmecke): Wolfgang Rothstein
  • WB12 (Eschen I): Siegfried Davideit
  • WB13 (Eschen II): Thomas Jampe
  • WB14 (Böddinghausen): Barbara Benner
  • WB15 (Papenkuhle/Burg/Ohler Gebirge): Jürgen Riederer
  • WB16 (Ohle und Umgebung): Uwe Boese
  • WB17 (Eiringhausen-West): Björn Grüber
  • WB18 (Eiringhausen-Ost/Pasel/Siesel): Dr. Peter Schmidtsiefer
  • Die Reserveliste

    • 1. Martina Reinhold
    • 2. Stefan Langenbach
    • 3. Wolfgang Rothstein
    • 4. Dr. Peter Schmidtsiefer
    • 5. Corina Adolphy
    • 6. Bernd Paulus
    • 7. Renate Chowanetz
    • 8. Jörg Thilo Schmidt
    • 9. Barbara Benner
    • 10. Jürgen Beine
    • 11. Sebastian Rötz
    • 12. Björn Grüber
    • 13. Uwe Boese
    • 14. Jürgen Riederer
    • 15. Siegfried Davideit
    • 16. Dirk Finder
    • 17. Thomas Jampe
    • 18. Lutz Grehlich
    • 19. Konrad Meisner
    • 20. Dante Matteo Ecca
    • 21. Julia Müller
    • 22. Annika Staat
    • 23. Volker Paulus
    • 24. Ulrich Lienenkämper
    • 25. Dr. Dennis Werner
    • 26. Helge Staat
    • 27. Wolfgang Schrader
    • 28. Burkhard Pestka
    • 29. Karin Rother
    • 30. Susanne Vohwinkel

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