Schulbereisung

Schulleiter: „Informationstechnik ist chronisch unterbesetzt“

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Alfred Dattinger (li.), Thorsten Jagusch (2. v. li.), Michael Schulte und Carsten Hellwig sprachen in der Martin-Luther-Schule unter anderem über das Thema IT.

Plettenberg – „Wir wollen mehr für die Schulen tun und schauen, wo der Schuh drückt“, mit dieser Motivation trafen sich am Montagmorgen Mitglieder der örtlichen FDP im Schulleiterbüro der Martin-Luther-Schule.

Thorsten Jagusch, der zwar erst knapp seit einem halben Jahr Schulleiter ist, hatte eingeladen und Michael Schulte, Carsten Hellwig und Alfred Dattinger eine Menge zu berichten. „Natürlich nicht nur negative Themen“, wie Jagusch schon zu Beginn des Gespräches mit einem Augenzwinkern klarstellte. Das größte Manko sei das Problem mit der städtischen IT-Abteilung. 

Jagusch findet: „Die Informationstechnik ist einfach chronisch unterbesetzt. Fünf Personen, die für ganz Plettenberg zuständig sind – das sind einfach viel zu wenige“, erklärt er. Wenn man online im Schulnetz unterwegs sei, würde der Server ständig abstürzen und das würde die Arbeit im Sekretariat, die Tätigkeiten des Schulleiters sowie die der einzelnen Lehrer erheblich beeinträchtigen. „Wenn die Kinder irgendetwas über das Smartboard vorlesen sollen, stürzt auf einmal alles ab und es funktioniert nichts – das geht so nicht!“, macht der Schulleiter seinem Ärger Luft.

 Die Mitarbeiter der IT-Abteilung seien zwar sehr engagiert und würden auch helfen, seien jedoch völlig überlastet mit den Aufgaben, da diese immer mehr würden. In Eslohe, wo Thorsten Jagusch vorher als Schulleiter tätig war, sei das deutlich besser gelaufen. Dort hätte man auch die Möglichkeit gehabt, von zuhause aus auf sein berufliches Mailprogramm zugreifen zu können. 

„Ich verstehe, dass man von städtischer Seite Sicherheitsbedenken hat und deshalb nicht außerhalb der Schule ins Schulnetz kommt, dennoch wäre es schon eine deutliche Verbesserung, wenn ich von Zuhause aus auf meine Mails zugreifen könnte“, so Jagusch. Er wünsche sich für die Zukunft, dass solch eine Regelung generell einmal für alle Schulleiter oder Amtsleiter überdacht würde. Die Martin-Luther-Schule zählt aktuell etwa 380 Schüler – davon sind insgesamt Kinder in elf Klassen am Standort Königstraße untergebracht, die anderen Schüler in sechs Klassen werden am Zweitstandort im Oestertal unterrichtet. „Wir sind eine sehr große Schule und natürlich bin ich erst seit Kurzem hier. 

Deshalb kann ich zum jetzigen Zeitpunkt auch nur über das reden, was mir in den vergangenen Monaten so aufgefallen ist. Es geht nicht darum zu meckern, sondern mir etwas für die zukünftige Arbeit zu wünschen“, so Jagusch. Während der Schulbesichtigung stellte sich zwar heraus, dass man glücklicherweise immer genug Schüler-Anmeldungen habe, dennoch komme man mit der Schülerzahl auch an seine Kapazitätsgrenzen, was die Räumlichkeiten beträfe, denn teilweise würden 26 Schüler auf engstem Raum unterrichtet.

 „Das geht zwar alles irgendwie, jedoch ist es schon sehr voll und laut in den Klassen.“ Eine Alternative gäbe es aber nicht, denn man könne die Klassenräume schließlich nicht einfach vergrößern. Thorsten Jagusch wünsche sich aber, dass beispielsweise der herkunftssprachliche Unterricht, der für sämtliche Sprachen für alle Schulen zentral in den Räumlichkeiten der Martin-Luther-Schule stattfinden würde, teilweise ausgelagert werden könnte, sodass man mehr Platz habe.

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