Telefon und Internet tot

Statt Glasfaser-Anschluss herrscht Funkstille: Frau aus Plettenberg ärgert sich über die Telekom

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Plettenberg - Es fehlt nicht mehr viel, dann könnte Marita Weber jetzt eine Technologie nutzen, um die sie viele beneiden würden. Aber auf den letzten Metern geriet der Prozess arg ins Stocken und jetzt herrscht bei Marita Weber statt Hochgeschwindigkeits-Internet nur noch Funkstille.

Die Bewohnerin der Sundheller Straße war eine von rund 1 800 Plettenbergern, die sich für einen Glasfaseranschluss vormerken ließen. Die Erdarbeiten prägten im Verlauf des letzten Jahres das Stadtbild, mittlerweile sind so gut wie alle Kabel verlegt und die Telekom als Anbieter geht dazu über, die Haushalte nun ans Netz zu bringen. So sollte es auch bei Marita Weber geschehen.

Am 24. November soll es einen Termin gegeben haben, an dem die Glasfaserleitung im Haus angeschlossen werden sollte. Zwei Herren, die „Unmengen Dreck ins Haus getragen haben“, hätten nach zwei Stunden festgestellt, dass sie kein Loch durch die Wand zum Router bohren könnten und verabschiedeten sich. Ob sie denn ihr Telefon wieder angeschlossen haben, wollte die Bewohnerin noch wissen. Nein, das gehe nicht mehr, hieß es. Man einigte sich auf eine Umleitung aufs Handy.

Man habe dann einen neuen Termin ausgemacht, an dem niemand gekommen sei. Auch am dritten Termin Anfang Dezember sei zunächst niemand gekommen, bis Marita Webers Vermieterin (gleichzeitig ihre Tochter) bei der Telekom angerufen habe. Die Mitarbeiterin wolle sich informieren und habe dann in einem Rückruf mitgeteilt, dass sofort jemand vorbei komme. Der Mitarbeiter kam dann auch noch, schloss alles an, aber Telefon und Internet funktionieren bis heute nicht. „Es blinkt nur“, sagt Marita Weber beim Blick auf ihren Router.

Weil sie noch immer auf eine Rückmeldung oder Reaktion der Telekom wartet, wandte sich Marita Weber schließlich an die Heimatzeitung. Aber auch die ST-Redaktion erhielt auf ihre schriftliche Anfrage vom 23. Dezember bis heute keine Antwort.

Die Sundhellerin wird sich also weiter gedulden müssen und hofft, dass sie Freunde und Familie bald wieder mit ihrem Festnetztelefon anrufen kann.

Vorausgegangen war der Meldung von Marita Weber ein Bericht, in dem die Telekom berichtete, dass die ersten Kunden am neuen Glasfasernetz sind. Darin hieß es unter anderem:

Janine und Markus Müller aus Holthausen waren die Ersten, bei denen der Glasfaseranschluss in Betrieb genommen worden ist. Nachdem sich das Paar bereits früh im Juni 2018 für einen entsprechenden Vertrag entschieden hat, freuen sich die Müllers nun über das schnelle Internet. „Vieles geht nun gleichzeitig, egal ob alle Handys im WLAN sind, Magenta TV gestreamt, Facebook gelesen oder mit der Spielekonsole gezockt wird. Alles läuft ohne Unterbrechungen, eben genauso, wie man es sich wünscht und wie es sein sollte“, berichtet Markus Müller von seinen Erfahrungen.

Aber noch kann noch nicht jeder der vorgemerkten 1 750 Kunden das Glasfasernetz nutzen. „Die noch verbleibenden Hausanschlüsse werden sukzessive montiert, sodass alle Vorbestellungen bis zum zweiten Quartal 2020 berücksichtigt werden“, berichtet Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney. Das Vorgehen sei dabei so geplant: Zunächst werden Ein- bis Zweifamilienhäuser angeschlossen, Mehrfamilienhäuser mit drei oder mehr Wohneinheiten sollen folgen.

Den ganzen Artikel über die Anschlüsse ans Glasfasernetz der Telekom lesen Sie hier.

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